Jugendmedienfest
Drei Wettbewerbe bei Jubiläums-Festival in Neubrandenburg

Das Kino Latücht in Neubrandenburg wird einmal mehr zum Treffpunkt der jungen Medien-Szene.
Das Kino Latücht in Neubrandenburg wird einmal mehr zum Treffpunkt der jungen Medien-Szene.

Beim 25. Jugendmedienfest in Neubrandenburg sind allerlei kreative Jugendliche mit Videos und Audiobeiträgen vertreten. Für die Veranstalter ist frühe Medienbildung enorm wichtig, dennoch musste das Fest fast ausfallen.

Drei Tage lang musste sich Monique Herdam von der Medienwerkstatt des Neubrandenburger Kinos Latücht gemeinsam mit ihrem Team „durchbeißen“, ehe alle eingereichten Beiträge gesichtet waren. Junge Filmemacher aus ganz Mecklenburg-Vorpommern übersandten den Organisatoren des 25. Neubrandenburger Jugendmedienfestes eigene Projekte. Besonders auffällig im Jubiläums-Jahr: „Es sind total vielfältige, experimentelle Filme dabei“, so Herdam. Noch fünf Tage, dann wird das Latücht einmal mehr zum Treffpunkt der jungen Medien-Szene. In drei Festtagen werden für Jedermann mehr als 70 Produktionen in drei Wettbewerben gezeigt. Herdam: „Im Gegensatz zu den Anfangsjahren, können wir mittlerweile sogar aussortieren.“

Einreichungen gab es genug, Probleme hatten die Macher in anderen Gefilden: Die Wichtigkeit von Medienbildung und -kompetenz sollte laut Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier eigentlich längst überall bekannt sein. Dennoch mussten sich die Organisatoren einmal mehr ordentlich ins Zeug legen, um irgendwie Sponsoren zu gewinnen. Freier: „Hier muss auch die Stadt Neubrandenburg aufpassen, diese Entwicklung nicht zu verschlafen.“ Weil ein wichtiger Unterstützer, der des Festival über zwölf Jahre begleitete, kurzfristig abgesprungen war, hätte es in seinem Jubiläumsjahr beinahe abgesagt werden müssen. Letzten Endes konnten die Macher aufgrund der schnellen, unkomplizierten und unbürokratischen Hilfe von Partnern und privaten Spendern aufatmen, wie Ingrid Teßmann, Vorsitzende des Vereins, erleichtert verriet. Die kurzfristige Bereitschaft zeige, dass „die Idee gewollt ist“ und sei zugleich „Anerkennung, für 25 Jahre harte Arbeit“, so Teßmann, die seit der ersten Ausgabe dabei ist.

Filmisches Handwerk, kritisches Hinterfragen von Themen und Kreativität sind auch im Jubiläumsjahr gefragt. Die Gewinner der landesweiten Wettbewerbe „Video macht Schule“ für Schüler und Vorschüler sowie des Jugendvideowettbewerbs „Die große Klappe“, werden am Ende mit Preisen gewürdigt, wobei letzterer vom Nordkurier übergeben wird.

Nach längerer Pause gibt es in diesem Jahr auch wieder einen Audiowettbewerb, der in Zusammenarbeit mit dem „NB-Radiotreff 88,0“ organisiert wird. Auch in dieser Kategorie wird am Abschlusstag ein Gewinner-Beitrag gekürt. Premiere hat eine Medienbörse, die jungen Leute genauso wie Pädagoginnen und Pädagogen Einblicke in die praktische Medienarbeit geben soll.

Der Eintritt ist für alle Tagesveranstaltungen und den Abschlussabend frei.

Kommentare (1)

Zwei Jahre sind also eine "längere Pause". Den letzten Audiowettbewerb gab es 2017. Im letzten Jahr wurde ausgesetzt.