Drei Gänse wurden vergangenes Wochenende vom Tierhof im Kulturpark gestohlen. ZVG Regenbogenverein
Drei Gänse wurden vergangenes Wochenende vom Tierhof im Kulturpark gestohlen. ZVG Regenbogenverein ZVG Regenbogenverein
Weihnachtsgans auf illegalem Weg beschaffen

Dreister Gänsediebstahl im Kulturpark

Drei Gänse sind am Wochenende aus dem Kulturpark gestohlen worden. Nun will der Regenbogenverein auf weitere Sicherheitsvorkehrungen setzen.
Neubrandenburg

Da waren es nur noch sechs Pommerngänse. In der Nacht zu Sonntag sind drei der neun Gänse vom Tierhof des Regenbogenvereins im Neubrandenburger Kulturpark gestohlen worden, teilte René Haack vom Regenbogenverein dem Nordkurier mit. Zum Zeitpunkt des Diebstahls hätten sich die Vögel im Stall befunden, weshalb Haack vermutet, dass der Ganove durch die Gänseluke hineingekommen sein muss. „Das ist sehr ärgerlich, weil die Tiere schön zahm waren und deshalb höchstwahrscheinlich gerade zu Weihnachten geklaut wurden“, zeigte sich Haack unglücklich.

Es ist der erste Diebstahl auf dem Tierhof im Kulturpark. René Haack will umgehend handeln: Ab jetzt soll die Sicherheit auch nachts von den Mitarbeitern überwacht werden. Bei der Polizei gilt der Fall dennoch als ein „einfacher Diebstahl“, wie Polizeisprecher Alexander Gombert dem Nordkurier auf Nachfrage mitteilt. Grund dafür sei die Tatsache, dass keine Einbruchspuren festgestellt werden konnten.

Julia Wulsten ist dafür verantwortlich, die Gänse abends in den Stall zu sperren – sie hat die fehlenden Tiere als Erste bemerkt. „Ich habe mich total erschrocken, als ich am nächsten Tag nur sechs Gänse gezählt habe“, erinnert sie sich. Mehrmals hat die 28-Jährige nach eigenen Worten nachgezählt und den Hof abgesucht, um zu überprüfen, ob die fehlenden Gänse doch noch draußen sein könnten. Doch nirgends sei eine Spur vom vermissten Vogeltrio zu finden gewesen.

Verein will Wildkameras zur Überwachung aufbauen

Um weitere Diebstähle zu verhindern, werden auf dem Tierhof, der seit Mai vom Regenbogenverein betrieben wird, sogenannte Wildkameras installiert, kündigte der Vorsitzende an. „Wir denken darüber nach, auch die Beleuchtung des Tierhofes zu verbessern. Wenn alles nicht ausreichend ist, muss dauerhaft personell überwacht werden“, hieß es weiter. Als erste Maßnahme hat der Vereinsvorsteher weitere Schlösser an den Stalltüren angebracht.

Unter den gestohlenen Gänsen befindet sich auch das Alphatier Gustav. Das Männchen gehörte einst dem Gut Ballwitz, wo es unter anderem nach einem Beinbruch wieder gesund gepflegt worden sei. Seit Mai lebt der Ganter bereits auf dem Tierhof im Kulturpark und hat die Gänseschar immer zusammengehalten.

„Wir müssen jetzt in Sicherheit investieren, sonst machen weitere geplante Investitionen keinen Sinn“, betont René Haack, der bei der Polizei wegen des Vorfalls eine Anzeige erstattet hat. Die drei Gänse haben laut Polizeisprecher Gombert einen Wert von insgesamt 300 Euro. Wie die Polizei nun in dem Fall weiter vorgehe, sei noch unklar.

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