CORONAVIRUS

DRK fehlen Räume für Blutspenden

Die Zahl der Blutspender in der Seenplatte ist infolge der Corona-Epidemie bisher um sieben Prozent gesunken. Dabei wurde schon zuvor jede Spende gebraucht.
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Das Neubrandenburger Institut des Roten Kreuzes ist einer der wenigen Orte in der Region, an dem derzeit noch regelmäßig gespendet werden kann. Susanne Schulz
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Jede Blutspende wird benötigt, um Krebs- und Dialyse-Patienten in der Region kontinuierlich mit Blut versorgen, teitle der DRK Blutspendedienst mit. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Weil viele öffentliche Einrichtungen aus Sorge vor der Corona-Epidemie gesperrt sind, mangelt es dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes an Orten für die freiwillige Blutspende. „Die Spenderzahlen sind noch relativ konstant, wir verzeichnen einen leichten Rückgang von etwa sieben Prozent“, teilte der Blutspendedienst am Dienstag mit.

 

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Bisher wurde schon jede Spende benötigt

Das Rote Kreuz betreibt auch das Blutspende-Institut an der Neubrandenburger Marienkirche, das zahlreiche Kliniken in der Region beliefert. Noch ist der Rückgang überschaubar, aber schon bisher wurde jede Blutspende benötigt. „Wir müssen unsere Krebs- und Dialyse-Patienten kontinuierlich mit Blut versorgen“, sagte eine Sprecherin.

„Die größten Schwierigkeiten verursacht uns derzeit die Nutzung der Räumlichkeiten“, erläuterte die Sprecherin. Die Pflegeeinrichtungen seien für Besucher gesperrt, „da gibt es für uns keine Ausnahmen“. Schulen und Kitas, die jetzt eigentlich die perfekte Abnahmelokale wären, weil sich dort nur noch wenige Menschen aufhalten, würden sich aber „sehr verunsichert dafür oder dagegen“ entscheiden. Eine prinzipielle Erklärung vom Robert-Koch-Institut liege dem DRK Blutspendedienst „trotz großer Mühen“ noch nicht vor.

 

Das Gesundheitsamt Rostock zeigt Hygienetipps für Coronavirus:

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DRK braucht „jegliche Unterstützung”

Die aktuellen Spende-Termine am Institut Neubrandenburg in der Straße An der Marienkirche 4 finden von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 8 bis 19 Uhr statt. Blut gespendet werden kann in der Region am Mittwoch auch von 14.30 bis 18.30 in Neustrelitz beim DRK-Kreisverband. Am Donnerstag ist das möglich im Familienzentrum in Mirow von 15 bis 19 Uhr. Am Freitag ist der Blutspendedienst in Anklam beim DRK-Kreisverband von 14.30 bis 18.30 Uhr vor Ort und im Vereinshaus im Waldstadion in Stavenhagen von 14 bis 18.30 Uhr.

 

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„Jegliche Unterstützung begrüßen wir sehr“, sagte die DRK-Sprecherin. Sie wandte sich auch deshalb an die Medien, „da kurzfristige Änderungen von Abnahmeorten, -zeiten oder Ausfälle von Blutspende-Aktionen nicht mit den Einladungskarten kommuniziert werden könnten.

 

In Mecklenburg-Vorpommern werde Testzentren eingerichtet. Ein Patient, der befürchtet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, soll sich zunächst bei seinem Hausarzt telefonisch melden. Der Arzt prüfe dann, ob ein begründeter Verdachtsfall vorliegt. Anschließend solle der Patient auf Weisung des Arztes in ein Abstrichzentrum gehen. Hier befinden sich die Testzentren:

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