KIRCHENAKTION WÄHREND DER CORONA-KRISE

Ein Glockenschlag zum kurzen Innehalten

Zwischen Sylt und Usedom ertönt jetzt täglich von den Kirchtürmen ein Geläut, das in der Krise Halt und Hoffnung geben soll. Mit dabei die Treptower St. Petri Kirche.
Pastor Michael Giebel hat am Mittwoch zwei große Banner aufgehängt, die darauf aufmerksam machen, dass auch seine K
Pastor Michael Giebel hat am Mittwoch zwei große Banner aufgehängt, die darauf aufmerksam machen, dass auch seine Kirchengemeinde an der Aktion teilnimmt. Danilo Vitense
Altentreptow.

„Hoffnungsläuten“, so heißt die landesweite Aktion der Nordkirche, der sich nun auch die Kirchengemeinde St. Petri angeschlossen hat. Damit gehören die Altentreptower zu denen, die jetzt täglich durch ihr Glockengeläut vom Kirchturm dazu einladen, mitten am Tag einen Moment innezuhalten, um um Trost und Kraft für andere zu bitten. „Egal wo man ist, die gegenwärtige Krise fordert jeden Einzelnen und die Gesellschaft heraus“, hebt Pastor Michael Giebel anlässlich der Aktion hervor. In einer Zeit, in der aus guten Gründen Abstand gehalten wird, sei es ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit, wenn Menschen jetzt in großer Gemeinschaft für einen kurzen Augenblick innehalten. Da ist es gut, ein Ritual zu haben, das Halt gibt und hilft, Haltung zu bewahren, wie es heißt.

Glocken erreichen die Ohren und Herzen

Der Aufruf, der an die rund 1000 Kirchengemeinden zwischen Sylt und Usedom gesandt wurde, trägt nicht nur den Stempel der Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, sondern aller leitenden Geistlichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Gemeinsam vorbereitet wurde die Aktion „Hoffnungsläuten“ von einer Arbeitsgruppe, in der das Gottesdienstinstitut der Nordkirche, der Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog, Pröpste und Pastoren, Fachleute der Notfall- und Krankenhausseelsorge und die Bischofskanzlei Hamburg zusammengearbeitet haben. „Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen, auch bei den aktuell strikten Ausgangsbeschränkungen. Wer hört, gehört schon dazu“, beschreibt Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck sowie Mitinitiatorin, die Idee hinter der Aktion.

Aber nicht nur mit dem Klang der Glocken will Pastor Michael Giebel trotz Abstandsgebot die Menschen wieder einander näher bringen. Seit zwei Wochen bietet er einen WhatsApp-Newsletter an, in dem er über kirchliche Entwicklungen informiert, über den er kurze Andachten und Lieder verschickt. „Er wird gut angenommen“, freut sich Giebel. Gerne schickt der Pastor auch Gebete anlässlich der Coronakrise zu. Bei Interesse einfach eine Nachricht mit dem Stichwort „St. Petri Nachrichten Start“ und dem eigenen Namen an die Nummer 0157 88064275 schicken. Und wer nicht digital unterwegs ist, bekommt die Informationen auf Wunsch per Post. Ein Anruf im Pfarrbüro genügt.

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