UNSERE VIER TORE: DAS NEUE TOR

Ein Tor sorgt für Stau-Entlastung

Das Neue Tor sollte einst die Verkehrsströme innerhalb der Stadtmauern regulieren. Eine „brutale Sanierung“ zu DDR-Zeiten schuf Tatsachen, die heute einer publikumswirksamen Nutzung zugute kommen.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Wie am Stargarder Tor grüßen auch hier mannshohe Terrakotta-Figuren stadteinwärts.
Wie am Stargarder Tor grüßen auch hier mannshohe Terrakotta-Figuren stadteinwärts. Susanne Schulz
Der Findling, der am Ring-Übergang liegt, hat vielleicht einmal zum Zingel des Neuen Tors gehört.
Der Findling, der am Ring-Übergang liegt, hat vielleicht einmal zum Zingel des Neuen Tors gehört. Susanne Schulz
Dies ist eine von nur noch zwei unsanierten Stellen der historischen Wallanlage: Der Wallgraben fehlt, der Spazierpfad weicht von der gewohnten Rundung ab. Das Schützenhaus ist längst abgerissen.
Dies ist eine von nur noch zwei unsanierten Stellen der historischen Wallanlage: Der Wallgraben fehlt, der Spazierpfad weicht von der gewohnten Rundung ab. Das Schützenhaus ist längst abgerissen. Susanne Schulz

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Neubrandenburg.

Jedes der vier Stadttore Neubrandenburgs kann einen Superlativ für sich beanspruchen, und sie alle sind in den vergangenen Wochen in dieser Serie zum Tragen gekommen: Das Friedländer Tor ist das älteste...

Das jüngste der vier Stadttore

Das Neue Tor entstand erst in der Mitte des 15. Jahrhunderts, gut 100 Jahre nach seinen drei "Artgenossen". Sein Zweck war es, auf der Ostseite der mittelalterlichen Wehranlage die Verkehrsströme durch die Stadt zu entlasten. Stilistisch ist es - sichtbar zum Beispiel an den kleeblattförmigen Bögen - der archaistischen Periode des späten Mittelalters zuzuordnen.

Ursprünglich bestand der Komplex aus Haupttor, Vortor und Zingel. Der Zingel allerdings wurde noch während der Bauzeit im Dreißigjährigen Krieg 1631 durch die Truppen des Feldherrn Tilly zerstört, das Vortor wurde 1852 wegen Baufälligkeit abgerissen.

In den Giebelnischen an der Stadtseite des Haupttores recken acht Terrakotta-Figuren der Stadt die Hände entgegen - ähnlich dem Stargarder Tor, wo es jedoch neun solcher Skulpturen gibt. In beiden Fällen gibt es viele Theorien, aber keine gültige Erklärung für die Bedeutung der so genannten Adorantinnen.

Seit 1992 hat die bundesweit tätige Fritz Reuter Gesellschaft ihren Sitz im Neuen Tor und lädt hier regelmäßig zu literarischen Veranstaltungen ein.

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