Im Zuge der Corona-Pandemie sollen Schulen mit Luftreinigern ausgestattet werden.
Im Zuge der Corona-Pandemie sollen Schulen mit Luftreinigern ausgestattet werden. Uli Deck
Lieferprobleme

Einbau von Luftreinigern in Schulen verzögert sich

Knapp 750.000 Euro an Fördermitteln waren nach Altentreptow geflossen, damit in Schulen Luftreiniger installiert werden können. Aber noch ist nicht sicher, wann die ankommen.
Altentreptow

Eigentlich wollte die Stadt die Sommerferien dafür nutzen, um in den Klassenräumen des T12-Gebäudes der KGS und der Grundschule am Klosterberg in Altentreptow sogenannte raumlufttechnische Anlagen einbauen zu lassen. Diese Geräte sollen neben dem klassischen Lüften dabei helfen, die Ausbreitung von virenbehafteten Aerosolen während des Unterrichts zu vermeiden.

Doch obwohl die sechs Wochen Ferien fast vorbei sind, konnte die beauftragte Firma mit den Arbeiten noch nicht loslegen. „Uns liegt nach wie vor kein konkreter Liefertermin für die RLT-Anlagen vor“, begründete Bauamtsleiterin Hendrikje Kmietzyk auf Nordkurier-Anfrage die Verzögerung.

Gerätepreise deutlich gestiegen

Dabei hat die Stadt als Schulträger laut Förderrichtlinie nur bis zum 30. November Zeit, spätestens dann muss die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Damit das bereits gewährte Geld nicht flöten geht, wurde von der Stadt beim Bund beantragt, die Frist für den Fördermittelbescheid zu verlängern. „Das wurde in dieser Woche auch bewilligt, wir haben jetzt bis zum 30. Juni 2023 Zeit, hoffen aber nach Möglichkeit schon im Herbst den Einbau über die Bühne bringen zu können“, so Kmietzyk.

Insgesamt kostet das Vorhaben für beide Schulen 931.770 Euro. Dank der 80-prozentigen Förderung aus dem Bundesprogramm bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 186. 354 Euro, der auf Beschluss der Stadtvertretung in den Haushalt für 2023 eingestellt wurde. Günstiger wären die Geräte momentan nicht zu bekommen, da die Preise bedingt durch die hohe Nachfrage in der Pandemie deutlich gestiegen seien, hieß es aus dem Rathaus.

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