Polizei sucht Zeugen

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Einbruch auf Linienschiff Rethra

Einbrecher haben sich auf dem Fahrgastschiff Rethra zu schaffen gemacht.
Einbrecher haben sich auf dem Fahrgastschiff Rethra zu schaffen gemacht.
Jörg Franze

Nächtliche Besucher schaffte es in der Nacht zu Mittwoch, über das Heck des Schiffes einzusteigen. Aber der „Fischzug” klappte offenbar nicht wie geplant.

Einbrecher haben sich in Neubrandenburg auf dem Linienschiff Rethra zu schaffen gemacht, zum Glück ist der Schaden überschaubar. Wie die Polizei mitteilt, verschafften sich die unbekannten Täter in der Nacht vom Dienstag, dem 18. September, bis Mittwoch, 19. September, über das Heck des Schiffes Zutritt. Dazu lösten sie den Angaben zufolge eine Plane vom sogenannten Spriegel, also der Unterkonstruktion der Abdeckung, im hinteren Teil des Bootes. Nachdem das geschafft war, kamen die Einbrecher auch in den vorderen Teil der Rethra, die zu diesem Zeitpunkt am Bootssteg beim Badehaus angebunden war. Die Täter hebelten dann eine Schublade im Eingangsbereich der Kajüte auf.

Die Polizei vermutet, dass die ungebetenen nächtlichen Besucher auf der Suche nach Bargeld waren. Doch gefunden wurde keines, den Angaben zufolge ist es zu keinem Stehlschaden gekommen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100 Euro geschätzt. Die Polizei bittet nun mögliche Zeugen, die in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen im Bereich des Badehauses bemerkt haben, sich unter Telefon 0395-5582 5224 zu melden. Das Schiff fährt nach Aussage der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe in den kommenden Tagen weiter nach Fahrplan, die Polizei habe die Untersuchungen des Tatorts bereits abgeschlossen.

Es ist nicht der erste Einbruch auf dem Schiff. Bereits vor drei Jahren hatten sich Diebe auf der Rethra zu schaffen gemacht, dort den Getränkeautomaten aufgebrochen und Getränke sowie das Wechselgeld aus dem Automaten gestohlen. Damals war auch das Fahrgastschiff „Mudder Schulten” auf der anderen Seite des Stegs heimgesucht worden, doch diesmal blieb man nach Aussage von Kapitän Eckhard Lüdemann verschont.