Julia Szokolinski unterwegs im Gespensterwald am Königsstuhl auf der Insel Rügen.
Julia Szokolinski unterwegs im Gespensterwald am Königsstuhl auf der Insel Rügen. Julia Szokolinski
Heimweh

Einmal Neubrandenburg und zurück, bitte!

Als gebürtige Neubrandenburgerin kommt Julia mit ihrem Lebensgefährten Mathias und Söhnchen Anton immer wieder gerne zurück in die Heimat. Was sie an Neubrandenburg schätzt und wohin sie das Leben verschlagen hat, erzählt sie hier.
Neubrandenburg

Draußen schneit und stürmt es, als ich mit der 35-Jährigen Julia zum Telefoninterview verabredet bin. Sehen können wir uns leider nicht, finden uns aber auf Anhieb sympathisch. Nach der Schule hat die gebürtige Neubrandenburgerin mit der Künstlerseele zunächst eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau an der Kampfkunstschule Tao gemacht. “Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und bin bis heute noch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen befreundet”, erzählt sie mit wacher, heller Stimme. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie noch zwei Jahre an der Neubrandenburger Kampfkunstschule.

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Auftritt beim Supertalent war eine tolle Erfahrung

Daran erinnert sie sich immer noch gerne zurück. “Wir haben immer viel organisiert, unter anderem das Weihnachtsshopping in der Greifswalder Innenstadt mit jährlich wechselndem Thema. Das Highlight war allerdings ein Auftritt beim Supertalent. Das war 2011. „Gewonnen hat unser Team zwar nicht, aber es war dennoch eine Erfahrung wert.” Mit ihrem Partner Mathias, der zunächst BWL studierte und dann in Düsseldorf ein Praktikum absolvierte, führte sie zunächst eine Fernbeziehung.

Als er dann eine Anstellung fand, war klar, dass die nächste Haltestelle auf der Reise des Lebens Düsseldorf sein würde. “In der Anfangszeit haben wir mit Mathias' Schwester in einer winzigen Wohnung zusammengelebt. Als sie dann ausgewandert ist, haben wir uns neu orientiert”, berichtet die junge Frau. Mittlerweile leben sie mit Söhnchen Anton (elf Monate) und Hund Merlin in einer alten Wassermühle am Stadtrand, umgeben von ganz viel Grün. Übrigens etwas, was sie auch an Neubrandenburg sehr schätzen: “Gerade im Sommer ist es hier sehr schön. Den weitläufigen Tollensesee mögen wir sehr.”

Eine Fernbeziehung mit Neubrandenburg

Julia arbeitete nach dem Umzug zunächst bei einer Luxusuhrenfirma: “Ich war da quasi Mädchen für alles. Habe Anfragen beantwortet, viel organisiert und war auch logistisch tätig. Damals befand sich die Firma noch im Aufbau und wir waren nur zu dritt”, erklärt sie. Vier Jahre habe sie dort gerne gearbeitet, bis ihr Künstlerherz sich wieder nach Abwechslung und etwas mehr Action gesehnt habe.

Feuershows auf Hochzeiten folgten, bis sie vor zwei Jahren, auf einer Kunstreise in Italien, ihre heutige Chefin kennenlernte. Seither arbeitet sie für die Firma Arthustle. “Ich betreue beispielsweise das Instagram-Profil, die Internetseite, beantworte E-Mails und synchronisiere Malvideos russischer Künstler. Nebenbei fertige ich auch eigene Bilder an”, berichtet Julia begeistert. “Da Mathias' und meine Familie in Neubrandenburg wohnt, sind wir häufig hier. Homeoffice erleichtert uns dabei die Pendelei enorm, sodass wir ohne Weiteres für ein paar Monate im Jahr in der Vier-Tore-Stadt leben können.”

Bis Januar möchte Julia mit ihrer Familie in Neubrandenburg bleiben. Dann geht es erstmal wieder Richtung Düsseldorf. Aber wer weiß, für wie lange. Heimweh kann ja mitunter ein recht hartnäckiger Begleiter sein.

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