CORONAVIRUS

Einschulungen stehen womöglich auf der Kippe

Die Einschulung Anfang August könnte in diesem Jahr ganz anders aussehen als bisher. Erste Eltern haben jedenfalls schon düstere Prognosen erhalten.
Familien von zukünftigen Erstklässlern bangen um die Festveranstaltung zur Einschulung. Doch aktuell gibt es von kei
Familien von zukünftigen Erstklässlern bangen um die Festveranstaltung zur Einschulung. Doch aktuell gibt es von keiner Behörde einen offiziellen Fahrplan. Peter Steffen
Altentreptow.

Zwar dauert es noch gut zweieinhalb Monate, bis die neuen Erstklässler eingeschult werden. Aber eine Sorge macht sich unter den Eltern schon jetzt breit: Können die offiziellen Einschulungsfeiern in Anbetracht der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden?

Einschulung erst am allerersten Schultag?

Festveranstaltungen mit Begrüßungsworten der Schulleiter, dicht besetzte Zuschauerreihen mit Eltern, Geschwistern, Großeltern, womöglich noch Tanten und Onkel – all das könnte wohl auch ins Wasser fallen, wie eine Mutter jetzt von einer Direktorin erfuhr. In einer Grundschule in der Region hatte sich die Schulleiterin an die Eltern der zukünftigen Erstklässler gewandt und genau dies angedeutet, eben im Hinblick auf die derzeit geltenden Vorschriften für den Umgang mit der Corona-Pandemie.

Mehr lesen: Fitnessstudios öffnen, größere Familienfeiern erlaubt

Für eine Mutter, die sich beim Nordkurier gemeldet hat, ist dies eine nicht nachvollziehbare Aussage. „Wenigstens eine kleine Runde könnte es geben, nur die Eltern und die Erstklässler“, findet sie. Und vielleicht könnte es noch die offizielle Schultütenübergabe geben und womöglich die erste Unterrichtsstunde, die es traditionell zur Einschulung mit der neuen Klassenlehrerin und den Klassenkameraden gibt.

Nach den ersten Worten der Schulleiterin habe es jetzt so geklungen, als kämen die Erstklässler erst zum ersten Schultag, am 3. August, überhaupt in die Schule, ohne richtigen Auftakt, klagt die Mutter. Sie und ihre Familie würde es in diesem Jahr doppelt schwer treffen, denn auch Jugendweihefeiern waren bereits abgesagt worden. Mit einer nicht stattfindenden Einschulungsfeier würde die Familie um die zweite wichtige Zäsur im Leben der Familie gebracht.

Bildungsministerium ist zurückhaltend

Heike Bürger, Schulleiterin der Grundschule am Klosterberg in Altentreptow, gibt sich im Gespräch mit dem Nordkurier abwartend. Genaue Aussagen könne sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen, weil es aus Schwerin noch keine näheren Informationen gegeben habe. „Wir müssen abwarten, was genehmigt wird“, so die Schulleiterin. In jedem Fall würden die Eltern aber kontaktiert, sobald Klarheit bestehe.

Aus dem Bildungsministerium kam eine zurückhaltende Reaktion. „Ob die Einschulungsfeiern genauso wie in den Vorjahren stattfinden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar“, erklärte Ministeriumssprecher Henning Lipski. Dies werde insbesondere vom allgemeinen Infektionsgeschehen abhängen. Man werde „zu gegebener Zeit“ über den Ablauf der Veranstaltungen informieren, damit sich sowohl Eltern als auch Schulen darauf einstellen können.

Wenigstens kleine Zeremonien?

Im Ernstfall kann das bedeuten, dass alle erst wenige Tage vor der geplanten Einschulung einen Fahrplan erhalten. Aus zahlreichen Schulen ist allerdings zu vernehmen, dass – im Rahmen des Möglichen und Erlaubten – alles daran gesetzt werde, wenigstens kleine Zeremonien durchzuführen.

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Kommentare (10)

....das alles nur für etwas, wie sich jetzt schon in anderen EU Ländern herauskristallisiert.....keine Notwendigkeit bestand. :-(

Das Land ist gar nicht in der EU.
🤦🏼‍♂️😂

....hat mein Kommentar hier mit Norwegen zu tun, erschließt sich mir nicht?! :-):-):-)
Aber wenn es sie glücklich macht......ich beziehe mich da eher auf Ungarn und dieses Land steht nicht allein mit seiner Meinung innerhalb der EU Länder. Und jetzt bitte verschonen Sie mich, mit ihren weiteren Weisheiten und gedanklichen Ergüssen.

in diesem Kontext als Beispiel anzuführen ist schon mutig, meiner Ansicht nach völlig absurd.
Ungarn ist ein Land, welches Corona genutzt hat, um die diktatorischen Zügel noch weiter anzuziehen.
Andere Kommentatoren zum Schweigen aufzufordern passt aber dazu.

.....absurd. Realität ist doch...Orban hat lt.Wochenblick seine Sonderrechte zurückgegeben (damit war er einer der ersten Regierungschefs) und den Lockdown schon längst eingeläutet.
Ach ja und mutig......wissen Sie was mutig ist? :-):-) Er bestellte bereits am 11.05 die Botschafter, der Länder ein, die nach seiner Meinung Lügen verbreitet haben.....und erwartet dementsprechend eine Entschuldigung.
Niemand wird zum Schweigen aufgefordert............:einfach herrlicher, haarsträubender Blö..inn. :-):-):-):-)

konkret werden, brauchen Sie sich nicht über Reaktionen auf abstrakte Formulierungen wundern.
Mit Ungarn mögen Sie Recht haben, aber das Land ist sicher kein Maßstab in Sachen Courage.
Die haben nur Angst / Schiss, dass dies Jahr keiner an den Plattensee fährt.

Außer einer Absichtserklärung mit wager Terminaussicht für Ende Mai hat Orban gar nichts abgegeben. Sein Notstandgesetzt gilt unverändert und kann nur von ihm persönlich wieder ausgesetzt werden. Mit Stand heute gelten nach wie vor Mundschutz- und Abstandsregeln - da sind sie nicht weiter als Deutschland.
Kritik an Corona-Maßnahmen kann seit Orban's Notstandsverordnung mit Freiheitsstrafe belegt werden. Da sind Versammlungen oder Montagspaziergänge, wie sie gerade in Deutschland stattfinden gar nicht möglich.
Wofür möchte er jetzt eine Entschuldigung?
Was möchten Sie uns mit dem Beispiel Ungarn sagen?

Wenn Sie auch mal was anderes konsumieren als das Neue Deutschland, dann hätten Sie lesen können, dass Orban auf die Corona-Regelungen verzichten wird, aber dann geht das schöne Feindbild kaputt.

dw.com
tagesschau.de
Und so weiter.

Ist auch der von Orban erwähnte Termin nachlesbar. Derzeit ist alles unverändert.