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Eltern in Sorge um ihre Kinder

Präventiv ist die Polizei in Schulklassen auch auf dem Datzeberg unterwegs, um Kindern das richtige Verhalten nahezulegen im Umgang mit Fremden. Nein sagen und nicht mitgehen, wenn man gefragt wird, zum Beispiel.
Präventiv ist die Polizei in Schulklassen auch auf dem Datzeberg unterwegs, um Kindern das richtige Verhalten nahezulegen im Umgang mit Fremden. Nein sagen und nicht mitgehen, wenn man gefragt wird, zum Beispiel.
Simone Hainz_pixelio.de

Nicht mit Fremden mitzu­gehen, trichtern alle Eltern ihren Kindern ein. Nachdem eine Siebenjährige auf dem Datzeberg von einem Mann angesprochen wurde, sind die Einwohner besonders sensibilisiert.

Es ist nichts passiert, aber Angst ist trotzdem da. Man muss nicht Mutter oder Vater sein, um nachzuvollziehen, dass Eltern auf dem Neubrandenburger Datzeberg ein besonderes Auge auf ihre Kinder haben, sie nicht mehr gern allein losziehen lassen, seit ein Mann vor zwei Wochen ein siebenjähriges Mädchen angesprochen und zum Mitkommen aufgefordert hat. Die Polizei ermittelte einen 35-Jährigen, der Tatbestand einer Straftat sei aus ihrer Sicht aber nicht erfüllt, teilt das Polizeipräsidium mit. Eine Entscheidung müsse nun die Staatsanwaltschaft fällen.

Den Eltern nützt das wenig. Viele fragen sich, wie sie ihre Kinder schützen können. Im Toni-Jugendclub hatten Kinder schon vor Wochen erzählt, dass sie von einem Mann belästigt oder sogar bedroht wurden, erzählen die Mitarbeiter Andy Krüger und Stefan Lehmann. Es gebe eine ganze Liste mit Namen betroffener Kinder, über die man Polizei und Jugendamt informiert habe.

Der Kriminalpolizei­inspektion sei eine solche Liste aber nicht bekannt, heißt es auf Nachfrage. Der Jugendclub wollte für den 25. November zu einem Elternabend zum Thema Sicherheit für die Kinder einladen, hat davon auf Bitten der Polizei aber wieder Abstand genommen. 

Auf Anfrage der Grundschule organisiert die Polizei aber dort eine Großveranstaltung mit 160 Kindern aus Kitas und der Schule. Die Präventionsberater bieten Einrichtungen unter anderem die Projekte „KAU“ (Kinder Allein Unterwegs) und „Geh nicht mit Fremden mit“ an, so Polizei-Sprecherin Eike Wiethoff. Auf Nachfrage würden sie auch  Elternversammlungen besuchen. Der Jugendclub, der Kindern schon mal einen Tag mit Selbstbehauptungs­training angeboten hat, will mit Grundschülern ein Projekt starten, in dem Kinder richtiges Verhalten in solchen Situationen üben.