Ein Vergnügen für die Großen, ein Abenteuer für die Lütten: Zum 20. Mal haben Eltern der Johanneskit
Ein Vergnügen für die Großen, ein Abenteuer für die Lütten: Zum 20. Mal haben Eltern der Johanneskita für ihre Kinder ein Weihnachtsmärchen einstudiert. Susanne Schulz
Theater

▶ Eltern verwandeln Burg Stargarder Kita in Märchenland

Was sie an diesem Tag erwartet, wissen nicht mal die Erzieher in der Burg Stargarder Johannes-Kita: Einmal im Jahr spielen Eltern dort ein Märchen für ihre Kinder.
Burg Stargard

Sie hat schon als böse Königin das Schneewittchen bedroht, als Pechmarie der Frau Holle Ärger gemacht und als Wolf sechs der sieben Geißlein verschlungen. Dieses Jahr legt sich Christin Simiot mit Rotkäppchen und dessen Großmutter an in der weihnachtlichen Märchenaufführung, mit der Kinder und Erzieher der Burg Stargarder Johannes-Kita immer kurz vorm Fest von den Eltern überrascht werden.

Seit 20 Jahren schon gibt es diese schöne Tradition, und dank ihrer Kinder hat Christin Simiot in gut einem Dutzend Inszenierungen mitgespielt. „Am liebsten die ,bösen‘ Rollen“, verrät sie, „da kann man sich so richtig ausleben.“ Sieben Mütter und Väter haben sich in diesem Jahr zusammengetan, um ihre Lütten mit „Rotkäppchen“ zu erfreuen.

 

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Ein Plüschhund auf der Spur des Wolfs

Die sonst oft schwierige Entscheidung, welches Märchen denn gespielt werden soll, fiel diesmal leicht, erzählt Andrea Krüger, die Rotkäppchens Mutter spielt. Zum ersten Mal dabei ist Erzählerin Karolin Schulz, die indessen zu Hause in Dewitz auch schon mit Märchenaufführungen vertraut ist.

Neben Felix Walther, der für Ton und Technik sorgt, ist Alexander Ahrens der einzige Mann im Ensemble und hat als Jäger die Lacher auf seiner Seite, als er einen niedlichen Plüschhund auf die Spur des Wolfs setzt. So befreit er alsbald „Großmutter“ Nicole Bräsel und „Rotkäppchen“ Madeleine Stüdemann, die den kleinen Zuschauern als quicklebendiges, keckes Märchen-Mädchen begegnet. „Man darf sich nur nicht genieren“, kommentiert sie lachend ihre Rolle. Die agile Eltern-Truppe genießt es, für ihre Kinder zum Jahresende etwas Besonderes auf die Beine zu stellen.

Die alten Märchen gehen nicht verloren

Ein Gespür für besonders ängstliche kleine Zuschauer gehört dazu: Da wissen die Akteure dann schon, wie sie die bedrohlichen Situationen und Figuren „entschärfen“, weiß Madeleine Stüdemann. Und bedauert vielleicht ein bisschen, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein wird, weil ihre Sophie dann zur Schule kommt.

Der schönste Dank ist nämlich die Begeisterung der Lütten, bestätigt Christin Simiot, die schon in mehreren Märchen den Wolf spielen durfte. Was ihr ebenfalls am Herzen liegt, ist, „dass die schönen alten Märchen nicht verloren gehen“. Dazu leisten die Stargarder Kita-Eltern einen wahrlich verzaubernden Beitrag.

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