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Eltern wollen ihre Kinder nicht im Regen stehen lassen

Da stand sie noch, die Busbude am Abzweig der L 237 nach Schmiedenfelde. Eigentlich sollte auch keine neue kommen. Aber Eltern wollen nun für ein neues Bushäuschen kämpfen.
Da stand sie noch, die Busbude am Abzweig der L 237 nach Schmiedenfelde. Eigentlich sollte auch keine neue kommen. Aber Eltern wollen nun für ein neues Bushäuschen kämpfen.
Paulina Jasmer

Das Buswartehäuschen bei Schmiedenfelde ist seit August verschwunden. Nun würden viele Kinder morgens ohne schützendes Dach da stehen und auf den Bus warten, kritisieren Eltern. Für einige ist das ein untragbarer Zustand.

Madeleine Zbik aus Schmiedenfelde gibt nicht auf: Noch im Juni hatte sie den desolaten Zustand des Buswartehäuschens am Abzweig Schmiedenfelde an der L 273 beklagt. Der Zahn der Zeit hatte daran genagt, zudem waren Vandalismuschäden zu verzeichnen.

Seit dem Sommer ist die Bude weg, eine neue nicht in Sicht, weil dies die Gemeinde Wolde gute 5000 Euro kosten würde. Schon damals hatte Bürgermeisterin Marion Dorn die Frage aufgeworfen, für viele Kinder denn dieses Geld ausgegeben werden sollte. Reiner Prüssel von Bauamt äußerte sich ebenfalls skeptisch. Ein neues Häuschen müsste an anderer Stelle gebaut werden – nämlich dort, wo der Bus auch tatsächlich hält, und das sei auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Doch Madeleine Zbik will es nicht dabei bewenden lasen und hakte bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter noch einmal nach: „Was ist nun mit der Busbude?“, fragte sie. Sie sehe als Mutter durchaus einen Bedarf, dass die Kinder sicher am Straßenrand stehen, während sie auf den Schulbus warten. 

Bürgermeisterin Marion Dorn zeigte sich gesprächsbereit: „Wenn der Bedarf wirklich da ist, bin ich die Letzte, die sich gegen ein neues Buswartehäuschen stellt“, macht sie deutlich. Aber 5000 Euro in die Hand zu nehmen, in der Gefahr, dass erneut mutwillige Zerstörungen am Wartehäuschen passieren, dazu sei das Geld zu schade. Außerdem müsste der Standort eines eventuell neuen Bushäuschen geklärt werden, regt sie an. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo der Bus halte, sei Privatgelände und man müsse mit dem Eigentümer sprechen. Auf der nächsten Gemeindevertretersitzung soll das Thema Buswartehäuschen nun noch einmal diskutiert werden, schlägt die Bürgermeisterin vor. Und diese Sitzung soll in Schmiedenfelde stattfinden.