WEITERE BAUARBEITEN ANGEKÜNDIGT

Baustellen am Neubrandenburger Ring werden später fertig

Die beiden Groß-Baustellen auf dem Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg werden später fertig als versprochen. Zwei Schwalbennester haben damit zu tun. Die Planer kündigen schon die nächste Großbaustelle auf dem Ring an.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Im November soll hier auf dem Neubrandenburger Friedrich-Engels-Ring endlich wieder freie Fahrt für alle möglich sei
Im November soll hier auf dem Neubrandenburger Friedrich-Engels-Ring endlich wieder freie Fahrt für alle möglich sein. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Der meteorologische Sommer ist bereits Geschichte, und auch das kalendarische Ende der wärmsten Jahreszeit lässt nicht mehr lange auf sich warten. Nicht mehr viel Zeit für die Baustelle auf dem Friedrich-Engels-Ring zwischen Pferdemarkt und Bahnhof. Im Sommer 2019, so lautet jedenfalls das Versprechen auf dem großen Baustellenschild, sollen hier die Arbeiten beendet und der freie Autoverkehr wieder möglich sein.

Aber das zuständige Straßenbauamt in Neustrelitz muss die Erwartungen dämpfen. Wohl erst im November, sagt Behördenleiter Jens Krage auf Nordkurier-Nachfrage, sei hier alles fix und fertig. In den verbliebenen wenigen Sommerwochen schaffe man das auf keinen Fall – die zeitlichen Planungen, die beim Baustart im ersten Quartal 2018 existierten, seien zu optimistisch gewesen.

Fast zeitgleich sollen dafür gleich alle beiden großen Straßenbaustellen in Neubrandenburg Geschichte sein. Denn auch jenes „Verkehrshindernis“ an der Lindebachbrücke, wo es vom Ring in die Neustrelitzer Straße geht und umgedreht, soll zum Jahresende der Vergangenheit angehören. Hier hatte man sich zum Baustart im September 2017 sogar vorgenommen, schon im Mai 2019 fertig zu sein. Hier musste man aber, verteidigt Krage die Ehre der Straßenbauer und Planer, mit unvorhersehbaren Altlasten kämpfen, die fast alle mit dem alten Flussbett der Linde in Verbindung standen.

Schwalbennester bremsen Bauarbeiten

Zudem hat auch die Natur nachgetreten. Denn die Entdeckung von zwei Schwalbennestern mitten in der Baustelle, in denen junge Vögel saßen und krakeelten, machte den Abbau der Behelfsbrücke über dem Flüsschen viel komplizierter als eigentlich gedacht. Um die Jung-Schwalben nicht dem Hungertod preiszugeben, muss nun der Teil der Behelfsbrücke, an dem die Nester kleben, noch stehen bleiben – bis die kleinen Vögel fliegen können.

Aber, sagt Krage, das könne man verkraften, der Termin zum Jahresende gerate dadurch nicht in Gefahr. Trotz des Verzuges an beiden großen Straßenbaustellen können sich die Neubrandenburger eben freuen, beide fast zur gleichen Zeit los zu werden, redet der Leiter des Straßenbauamtes die Verspätung schön. Heute sollen die mittlere und die äußere Fahrspur auf dem Ringabschnitt fertig werden, am Donnerstag beginnen die Arbeiten auf der Innenspur.

Nächste Großbaustelle ist schon geplant

Aber – wer jetzt gedacht hat, mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts auf dem täglich von mehr als 30.000 Fahrzeugen genutzten Friedrich-Engels-Ring ziehe endlich Ruhe auf den großen Straßen in der Kreisstadt ein, muss sich getäuscht sehen. Für 2021, kündigte Jens Krage an, sei die Sanierung der größten Neubrandenburger Kreuzung, des Pferdemarktes, geplant. Die sprichwörtliche Geduld der Neubrandenburger Autofahrer wird dann wieder auf eine harte Probe gestellt.

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage