Unsere Themenseiten

:

Entscheidung zum Einkaufszentrum fällt noch dieses Jahr

Noch steht die Ruine der Schule auf dem Lindenberg. Rollen hier aber nun doch bald Einkaufswagen.
Noch steht die Ruine der Schule auf dem Lindenberg. Rollen hier aber nun doch bald Einkaufswagen.
© Kurhan - Fotolia.com

Die Entscheidung dürfte spannend werden: Gerade die ältere Generation wünscht sich ein eigene Einkaufsmöglichkeit auf dem Lindenberg. Der Investor hat auch schon etliche Händler gebunden. 

Noch in diesem Jahr sollen die Stadtvertreter darüber abstimmen, ob auf dem Lindenberg in der Kirschenallee ein neues Einkaufszentrum entsteht. Zumindest werden sie darüber befinden, ob der gültige Bebauungsplan für die Fläche entsprechend angepasst werden soll. Das hat Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) jetzt angekündigt.

Die Entscheidung dürfte spannend werden. Denn während die "alte" Stadtvertretung dem Projekt grundsätzlich eher wohlgesonnen gegenüberstand, scheinen seit der Kommunalwahl im Mai neue Verhältnisse eingezogen zu sein. Zumindest hat sich in der August-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses die Mehrheit der Mitglieder gegen den Bau eines Einkaufszentrums und für eine Prüfung der Fläche auf eine Eignung für Wohnungsbau ausgesprochen.

Die Lindenberger Ingelore Fricke, Renate Randel und Uto Großer haben mehr als 500 Unterschriften von Menschen auf dem Lindenberg gesammelt, die sich für ein neues Einkaufszentrum aussprechen. Vor allem die ältere Generation wünsche sich dieses neue Zentrum, so Großer. Der Fußweg zum Discounter in der Lindenstraße oder zum Bethaniencenter sei zu weit.

Oberbürgermeister ist dafür

Auch Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) plädiert für Einkaufsmöglichkeiten in den Wohngebieten und erinnert an den Einsatz der Stadt für den Verbleib des Discounters im Wohngebiet Spargelberg in der Oststadt. Dieser habe es aber vorgezogen, an die Bundesstraße B 104 umzuziehen.

Einen Discountermarkt dieser Größe dürfte Investor Peter Gerstenberg von der PMC Consulting Berlin auch jetzt schon bauen, erklärt Krüger. Die nötigen Genehmigungen dafür lägen vor. Allerdings wollen sich die großen Einzelhandelsketten heute lieber im Verbund mit anderen Händlern ansiedeln.

Deshalb plant Gerstenberg nun ein kleines Einkaufszentrum mit verschiedenen Anbietern. Weil ein solches Projekt aber nicht von der bisherigen Baugenehmigung erfasst ist, muss für die Fläche, auf der jetzt die abrissreife Schule und die dazugehörige alte Turnhalle stehen, ein neuer Bebauungsplan erstellt werden.

Weiterführende Links

Kommentare (3)

Ist wohl das passende für die Herrn und Damen der gewählten Stadtvertretung. Nur so können sie sich einen Blick verschaffen wie die Situation vor Ort aussieht. Der Netto am Fuß des Lindenberg's ist nicht wirklich eine alternative für Senioren auf dem Lindenberg. Und das große Center mit real, auch nicht wirklich, man kommt da mit den Bus nur 1 je Stunde hin. Und billig ist der Einkauf dann nicht. 3.60 € sind weg nur für den Fahrschein. Also bleibt die einzige Möglichkeit einen Lebensmittelmarkt wieder auf dem Lindenberg. Einen vernünftigen Supermarkt wie Kaufland wäre auch für die Südstadt nucht schlecht. Rewe, edeka sind zu teuer auf die Dauer dafür aldi und netto zu weit entfernt. Und real, steht ja schon oben.

Unterschätzt mir die Supermärkte nicht. Deren Discountangebote - meist Eigenmarken - sind mittlerweile fast genauso umfangreich wie bei den Discountern selber, man muss nur genau hingucken und sich auch mal bücken. So muss ein Einkauf im Supermarkt nicht unbedingt teuerer sein als beim Discounter. Kaufland (oder was ähnliches) in der Südstadt? Wo soll denn der noch hin? Es gibt doch schon (mindestens) 4 Einkaufsmöglichkeiten (s.o.), die ohne Berg erklimmen in der Südstadt sind. Und Neubrandenburg ist mit derartigen Verkaufsflächen sowieso schon überversorgt.

... da hilft auch kein Bücken. Auch die sog. Eigenmarken sind in den beiden Supermärkten mir R und E beginnend teuerer. Und den Markt an der Schwimmhalle kann man nun nicht dazu rechen. Platz ist noch im RWN Gelände.