Der Erbauer der Burg führt höchstpersönlich durchs Gemäuer.
Der Erbauer der Burg führt höchstpersönlich durchs Gemäuer. Tim Prahle
Im Alten Gymnasium drückte selbst Fritz Reuter einst die Schulbank, nun erwartet der TSV Friedland 1814 hier Besucher.
Im Alten Gymnasium drückte selbst Fritz Reuter einst die Schulbank, nun erwartet der TSV Friedland 1814 hier Besucher. Kathrin Rösler/Stadt Friedland
Auch das Marie-Hager Haus in Burg Stargard ist am 12. September geöffnet.
Auch das Marie-Hager Haus in Burg Stargard ist am 12. September geöffnet. Tim Prahle
Tag des offenen Denkmals

Erbauer der Burg Stargard führt durch die Gemäuer

Bundesweit findet am Sonntag der Tag des Offenen Denkmals statt. Dafür ist im Neubrandenburger Umland einiges geplant. Besonders eine Stadt hat ordentlich was zu zeigen.
Friedland

Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals plant Friedland gleich fünf Veranstaltungen in alten Gemäuern. Keine Kommune aus dem Landkreis hat nach offizieller Auflistung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mehr zu bieten.

Kinderschwimmen und Orgelkonzert

So werden Friedländer und Besucher am Sonntag ab 14 Uhr vom TSV Friedland im Alten Gymnasium empfangen: Der Schule, in der Fritz Reuter einst die Schulbank drückte. Heute findet sich dort unter anderem das Traditionszimmer des mehr als 200 Jahre alten Vereins, der am Sonntag mit Kinderschminken lockt.

Ebenfalls von 14 bis 18 Uhr sind die Fischerburg, das Heimatmuseum und der Fangelturm geöffnet. Etwas früher startet das Programm in der St. Marienkirche. Bereits um 10.30 Uhr findet hier ein plattdeutscher Gottesdienst statt, ab 17 Uhr können Besucher dem Orgelkonzert „Konferenz der Tiere“ lauschen.

Maskottchensuche im Fangelturm

„Wir haben halt viel zu bieten“, sagt Kathrin Rösler, die im Amt unter anderem fürs Marketing zuständig ist. So soll es an keinem Ort bei der Besichtigung von außen bleiben. Der Eintritt ist frei, Fischerburg und Fangelturm können erklommen werden. Das Museum – eines der wenigen verbliebenen Fachwerkhäuser der zum Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstörten Stadt – öffnet unter anderem seine Waffenkammer und bietet auch im Innenhof „Geschichte zum Anfassen“. Die Kunstwerke von Friedländer Schülern in der Fischerburg sind da eher zum Angucken. Zum Auswählen und damit einhergehend wohl einer der Höhepunkte des Sonntags ist jedoch etwas anderes: Das Friedländer Freibad soll ein Maskottchen bekommen, im Fangelturm sind alle Vorschläge ausgestellt. Mehr als 90 Entwürfe seien zusammengekommen, hieß es stolz aus der Friedländer Verwaltung.

Burg-Erbauer führt durch die Anlage

Etwas weniger als in Friedland ist südöstlich von Neubrandenburg geplant. Doch Burg Stargard muss sich keinesfalls verstecken. Das noch immer frisch sanierte Marie-Hager-Haus ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, zudem wird der Erbauer der nördlichsten Höhenburg Deutschlands höchstselbst sonst verschlossene Türen der Burganlage öffnen. Bei den Führungen um 10 und um 14.30 Uhr mimt Museumsleiter Frank Saß den Kastellan Henrycus von Wudensweg, der sich im 13. Jahrhundert für den Bau verantwortlich zeigte.

Ein paar Jahre jünger und dennoch ein Denkmal ist auch der Wasserturm in der Gemeinde Neverin. Das Wahrzeichen der Kommune wurde 1919 erbaut, gilt heute als Industriedenkmal und kann am Sonntag von 10 bis 14 Uhr besichtigt werden.

zur Homepage