Geköpft und aufgeschlitzt

Polizei fasst Katzen-Mörder von Neubrandenburg

Ein ekliges Verbrechen erschütterte im Frühjahr die Neubrandenburger: Spaziergänger fanden im Reitbahnsee eine enthauptete und ausgeweidete Katze. Die Polizei hat nun einen 19-Jährigen gefasst, der die Tat bereits gestanden hat.
Jörg Franze Jörg Franze
In dieser Tragetasche wurde das grausam getötete Tier im See versenkt.
In dieser Tragetasche wurde das grausam getötete Tier im See versenkt. Polizei
In der Nähe der Wasserskianlage am Reitbahnsee fanden Spaziergänger am Karfreitag die getötete Katze. 
In der Nähe der Wasserskianlage am Reitbahnsee fanden Spaziergänger am Karfreitag die getötete Katze. NK-Archiv
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In der Nähe der Wasserskianlage am Reitbahnsee fanden Spaziergänger am Karfreitag die getötete Katze. NK-Archiv
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Neubrandenburg.

Der grausame Tod einer Katze in Neubrandenburg steht kurz vor der Aufklärung. Nach Nordkurier-Informationen gibt es einen dringend Tatverdächtigen, der das Tier Ende März geköpft und in einer Tasche im Reitbahnsee entsorgt haben soll. Spaziergänger hatten am Karfreitag, dem 30. März, nahe der Wasserskianlage die blau-gelbe Tragetasche mit ihrem grausigen Inhalt gefunden.

Die Katze mit rötlichem Fell war nach Polizeiangaben nicht nur enthauptet, sondern auch aufgeschlitzt worden. In der Tasche fand die Polizei auch ein scharfes Messer, mit dem das Tier wahrscheinlich getötet worden war. Eine Woche später schaltete die Polizei die Öffentlichkeit bei der Suche nach einem Verdächtigen ein.

19-Jähriger aus Neubrandenburg

Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler bestätigte auf Nachfrage, dass die Ermittler auf die Spur eines 19-Jährigen aus Neubrandenburg gekommen seien. Der Mann sei inzwischen vernommen worden und habe die Tat auch eingeräumt. Zu einem möglichen Motiv und näheren Einzelheiten wollte Zeisler keine Angaben machen.

Er erklärte aber, dass die Ermittler bei der Suche nach dem Schuldigen einigen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen seien und so schließlich der 19-Jährige in den Fokus gerückt sei. Der Mann sei bereits vorbestraft, allerdings nicht wegen einschlägiger Delikte, also Tierquälerei oder anderen Vergehen gegen Tiere.

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Die Abschlussentscheidung der Staatsanwaltschaft zum weiteren Vorgehen stehe noch aus, erklärte Zeisler weiter. Man warte derzeit noch ein Gutachten zu dem Vorfall ab. Insofern wollte er sich noch nicht festlegen, ob zum Beispiel Anklage erhoben oder ein Strafbefehl beantragt wird. Die Ermittlungen seien wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Paragraph 17, geführt worden, insofern ergebe sich daraus auch ein möglicher Strafrahmen. Das Gesetz sieht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor.

Die Tierschutzorganisation Tasso hatte sogar 1000 Euro Belohnung für Hinweise auf Verantwortliche der Gräueltat ausgelobt. Am Freitag war allerdings nicht zu ergründen, ob dieses Geld jetzt an einen Hinweisgeber fließen wird.
 

Kommentare (3)

[Anm.d.Red.: Aufrufe zur Selbstjustiz sind hier nicht erwünscht. Daher haben wir hier einen Satz gelöscht.] Leider ist es verboten. Aber die Justiz sollte mal Hart durchgreifen und diesen Tätern klarmachen das Tierschützer ernst genommen wird. Jeder sollte sich gut überlegen ob ein Tier aufnimmt. Denn man ist dann für das Tier verantwortlich.

- beste Nierenwaermer, ganz besonders die Roten

- bester Bettvorleger, ganz besonders von empathielosen und aufmerksamkeitsgeilen Schwachmaten