Im Fall des verendeten Terriers hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.
Im Fall des verendeten Terriers hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Tierheim NB
Erste Befragungen

Ermittlung zu totem Hund in Neubrandenburg läuft

Im Fall des toten Terriers von Neubrandenburg, der an einen Pfahl angebunden aufgefunden worden war, gibt es neue Entwicklungen.
Neubrandenburg

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat im Fall des getöteten Hundes, der in der Nähe des Neubrandenburger Tierheims angebunden worden war, die Ermittlungen aufgenommen. Eine entsprechende Anzeige und die dazugehörigen Unterlagen seien inzwischen eingegangen, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler auf Nordkurier-Nachfrage. Die Ermittlungsbehörde habe in Zusammenarbeit und Absprache mit dem Veterinäramt begonnen, dem Fall auf den Grund zu gehen. So habe es unter anderem bereits eine erste Befragung einer Frau aus Prenzlau gegeben, die den Hund in der dortigen Stadt angemeldet hatte. Denn am toten Terrier-Mischling war eine Steuermarke der uckermärkischen Kreisstadt gefunden worden. Zu den bisherigen Ergebnissen der Befragung und der laufenden Ermittlungen wollte Zeisler keine Einzelheiten nennen.

Gab es einen Abgabe-Versuch im Tierheim?

Anfang kommender Woche rechnet die Staatsanwaltschaft mit den Ergebnissen eines pathologischen Gutachtens, das im Veterinär-Landesamt in Rostock erstellt wird. Dieses soll Auskunft über die näheren Umstände des Todes bringen sowie weitere Einzelheiten zu Alter und Zustand des Terriers klären.

Das Tierheim in Neubrandenburg hat unterdessen Behauptungen zurückgewiesen, es sei versucht worden, den in der Nähe angebundenen Hund im Tierheim abzugeben. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Neubrandenburg, Kurt Kadow, hatte dies unter anderem auf den Internetseiten des Nordkurier verbreitet. Das Tierheim in der Viertorestadt wie auch andere Einrichtungen würden keine Tiere von außerhalb aufnehmen, so seine Aussage. Nach Informationen der Redaktion muss der Chef des Tierschutzvereins nun mit Anzeigen wegen Verleumdung und übler Nachrede rechnen.

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