MECKLENBURGER SEENRUNDE

Erste Starter sind bereits am Ziel

Die ersten Radsportler haben die 300 Kilometer der Mecklenburger Seenrunde bereits bezwungen. Bis auf einen schweren Sturz verlief die Nachtfahrt relativ ruhig. Die große Herausforderung wartet beim Landespokal in Neustrelitz.
Dennis Bacher Dennis Bacher
Axel Henschke von der BSG Pneumant Fürstenwalde und Christian Hoffmann aus Pößneck gehörten zu den ersten vier MSR-Sportlern im Ziel der 300 Kilometer.
Axel Henschke von der BSG Pneumant Fürstenwalde und Christian Hoffmann aus Pößneck gehörten zu den ersten vier MSR-Sportlern im Ziel der 300 Kilometer. Ingmar Nehls
Etwa 650 Radfahrer starteten am Freitagabend auf die 300-Kilometer-Strecke.
Etwa 650 Radfahrer starteten am Freitagabend auf die 300-Kilometer-Strecke. Dennis Bacher
Im Kutlurpark findet am Freitag und Samstag das Sattelfest statt.
Im Kutlurpark findet am Freitag und Samstag das Sattelfest statt. Dennis Bacher
Cheforganisator Detlef Koepke kurz vor dem Startschuss.
Cheforganisator Detlef Koepke kurz vor dem Startschuss. Dennis Bacher
Seenplatte.

Großer Jubel im Kulturpark: Exakt um vier Minuten nach sieben Uhr am Samstagmorgen überquerten die ersten vier Helden der Landstraßen die Ziellinie der Mecklenburger Seenrunde (MSR) in Neubandenburg. Darunter Axel Henschke von der BSG Pneumant Fürstenwalde, der die große 300-Kilometer-Runde zum dritten Mal absolvierte und Christian Hoffmann aus Pößneck, der bei allen sechs Ausgaben dabei war. Ihr Fahrerlebnis über 10 Stunden 54 Minuten beschrieben die beiden gefeierten Radler im Ziel angekommen als „frisch und wild”, denn in der kühlen Nacht wurden sie mitunter von Rehen, Wildschweinen, Igeln und Dachsen begleitet.

Während die einen um kurz nach sieben Uhr bereits im Zielbereich eintrafen, starteten die anderen zur selben Zeit erst auf die Strecke. Etwa 650 Radsportler begaben sich schon am Freitagabend auf die Strecke, das Gros schwang sich hingegen erst am Sonnabend zwischen 3 Uhr und 7 Uhr auf den Sattel. Aktuell befinden sich laut Streckenchef René Wasmund ziemlich genau 3000 Radfahrer auf der Route, die von Neubrandenburg aus unter anderem über Neustrelitz, Nossentiner Hütte und Penzlin führt.

Nur ein grober Sturz in der Nacht

Für Wasmund, der gemeinsam mit einem Einsatzteam die komplette Nacht über in der eigens eingerichteten Leitstelle verbrachte, verlief die Nacht einsatztechnisch verhältnismäßig ruhig. Es habe lediglich einen schwereren Unfall kurz vor Neustrelitz gegeben. Der selbstverschuldete Sturz eines Fahrers zog laut dem Streckenchef einen Oberschenkelhalsbruch nach sich. Der eigene Rettungsdienst der DLRG sei allerdings in wenigen Minuten vor Ort gewesen. Aktuell befinde sich der Mann im Krankenhaus zur Behandlung. Generell seien die Bedingungen für die Nachtradler sehr gut gewesen. Einerseits blieben diese vom Regen verschont, andererseits sei es nicht zu kalt gewesen um sich um Unterkühlungen sorgen zu müssen.

Aktuell steht das Sicherheitsteam der MSR vor einer großen Herausforderung. Um 10.30 Uhr wird in Neustrelitz das Finale des Fußball-Landespokals angepfiffen. Seenrundler und Fußballfans werden dort laut Wasmund unweigerlich aufeinander treffen. Daher seien drei MSR-Streckenteams zu je zwei Personen gemeinsam mit Motorradfahrern und der Polizei vor Ort. Für die Durchfahrt durch Neustrelitz gebe es eine genau Handlungsanweisung, laut der die Fahrer in Gruppen hintereinander her fahren müssen und erst hinter dem Stadion auf dem Weg nach Userin wieder ausschwärmen dürfen.

Seenrunde endet heute Nacht um 0 Uhr

Um 8.30 Uhr am Samstagmorgen starteten auch die Frauen auf die 90-Kilometer strecke. Spätestens um 18.30 Uhr müssen diese im Ziel angekommen sein. Den Bezwingern der 300 Kilometer bleibt hingegen bis 24 Uhr Zeit.

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