Rund 60 Teilnehmer kamen auf dem Marktplatz zu einer Kundgebung gegen die Corona-Proteste zusammen.
Rund 60 Teilnehmer kamen auf dem Marktplatz zu einer Kundgebung gegen die Corona-Proteste zusammen. Felix Gadewolz
Die Teilnehmer sprechen sich unter anderem deutlich für die Corona-Impfung aus.
Die Teilnehmer sprechen sich unter anderem deutlich für die Corona-Impfung aus. Felix Gadewolz
Kundgebung

▶ Etwa 60 Teilnehmer bei Protest gegen Corona-Demo

Rund 60 Menschen haben sich im Vorfeld des Corona-Protestes versammelt, um unter anderem auf die „rechten Tendenzen” aufmerksam zu machen.
Neubrandenburg

Erstmals seit geraumer Zeit hat in Neubrandenburg wieder eine Gegendemo zu den Corona-Protesten stattgefunden. Etwa 60 Teilnehmer kamen auf dem Marktplatz zu einer Kundgebung unter dem Motto „Solidarität statt Schwurbelei” beziehungsweise „Solidarität statt Egoismus” zusammen, von der der Landkreis als Versammlungsbehörde im Vorfeld nichts wissen wollte. „Es ist eine Kundgebung für 50 Teilnehmer angemeldet worden”, sagte hingegen die Versammlungsleiterin. Die Studentin hatte nach eigener Aussage die Kundgebung als Privatperson angemeldet, organisiert worden sei die Veranstaltung von einem Aktionskollektiv, das sich zusammen gefunden habe. Vor allem von der Neubrandenburger Hochschule seien die Teilnehmer gekommen.

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Im Vorfeld hatte auch das Bündnis „Neubrandenburg nazifrei” zur Teilnahme aufgerufen. Es gehe darum, den „Marktplatz zurückzuerobern” hieß es von dort im sozialen Netzwerk Twitter. Zuvor waren dort bereits die Hashtags „#querdenkersindterroristen” und „#querdenkentoetet” aufgetaucht. Aussagen, für die sich auf dem Marktplatz keiner verantwortlich zeigen oder gemein machen wollte, es sei womöglich von „Neubrandenburg nazifrei” auch gar keiner da, hieß es von den Teilnehmern. Es gehe aber durchaus darum, mit der Kundgebung ein Zeichen gegen die zuletzt immer größeren Corona-Proteste zu setzen, sagte die Versammlungsleiterin. Dort gebe es „rechte Tendenzen” und viele, die das Gefahr des Virus herunterspielen.

Einer der Redner betonte, dass der Vergleich der Coronamaßnahmen mit der Machtergreifung Hitlers eben keine adäquate Kritik sei. Es gebe am Krisenmanagement der Regierenden einiges zu kritisieren, sagte die Versammlungsleiterin. Aber nicht, indem man ohne Abstand und Maske Woche für Woche durch die Stadt zieht. Kommende Woche soll die Veranstaltung erneut stattfinden.

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