Knapp 40 Rosenower wurden während der Bombenentschärfung im Speicher Tarnow untergebracht
Knapp 40 Rosenower wurden während der Bombenentschärfung im Speicher Tarnow untergebracht Lisa Gutzat
Auch Karin Ziel wurde aus Rosenow evakuiert.
Auch Karin Ziel wurde aus Rosenow evakuiert. Lisa Gutzat
Die Feuerwehren halfen dabei, die Einwohner zu evakuieren.
Die Feuerwehren halfen dabei, die Einwohner zu evakuieren. Lisa Gutzat
Bodo Laartz wohnt keine 50 Meter von dem Ort entfernt, wo die Bombe in Rosenow gefunden wurde.
Bodo Laartz wohnt keine 50 Meter von dem Ort entfernt, wo die Bombe in Rosenow gefunden wurde. Lisa Gutzat
Bombenentschärfung

▶ Evakuierte Rosenower warten bei Kaffee und Kuchen auf Rückkehr

Es war ein aufregender Tag für viele Rosenower, so eine Bombenentschärfung erlebt man nicht oft. Manche Einwohner wurden in den nahegelegenen Speicher Tarnow gebracht.
Rosenow

Während knapp zwei Kilometer weiter eine 100 Kilogramm schwere Bombe geborgen und schließlich erfolgreich gesprengt wurde, haben etliche Rosenower ihren Dienstag im Speicher von Tarnow verbracht. In den Ortsteil der Gemeinde Rosenow wurden alle Einwohner gebracht, die wegen der Entschärfung der Fliegerbombe nicht dort bleiben konnten und woanders untergebracht waren.

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In Tarnow war zum Beispiel auch Bodo Laartz. Er wohnt etwa 40 Meter entfernt von dem Nachbarn, bei dem die Bombe gefunden wurde. Dass er aus seinem Haus muss, hat er Montag Vormittag auf Arbeit erfahren; er arbeitet in einer Firma in Rosenow, die ebenfalls evakuiert wurde.

Feuerwehr für Transport zuständig

Dienstagmittag wartet Laartz mit seiner Frau Speicher-Gebäude darauf, dass sie wieder zurück in ihr Haus können. Mit ihnen sind knapp 40 Rosenower dort untergebracht, schätzt Bodo Laartz.„Ich muss positiv denken. Ich weiß nur gar nicht wie das mit der Versicherung läuft, sollte wirklich etwas passieren. Ich frage mich wer den Schaden dann übernimmt“ sagt Bodo Laartz. Sein Nachbar war auf die Bombe gestoßen, als er Pfähle für einen neuen Zaun einbuddeln wollte.

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Gegen 14 Uhr rückten Transporter der Feuerwehr an, um sich für den Rücktransport der Leute bereitzuhalten, die im Speicher untergebracht sind. Sie waren auch schon mit der Feuerwehr hergekommen, weil manche – vor allem ältere Menschen – nicht mehr mobil sind oder alleine wohnen.

„Wir werden das schon überstehen”

Karin Ziel wohnt seit 45 Jahren in Rosenow und hatte am Morgen noch richtig Bauchschmerzen vor Aufregung wegen der Entschärfung, wie sie dem Nordkurier sagte. Im Tarnower Speicher sitzt sie mit anderen Frauen am Tisch, isst Kekse, trinkt Kaffee und liest Magazine. „Aber in der gemütlichen Runde bin ich schon weniger aufgeregt. Wir werden das schon überstehen“, sagt Karin Ziel. In den Speicher kam sie mithilfe eines Transporters, der von der Gemeinde Rosenow organisiert wurde, sagt sie.

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Die Evakuierten warten geduldig, bis alles vorbei ist. Es gibt einen Ofen, der angenehme Wärme spendet, es gibt Kaffee und Kuchen. Alles wurde von der Gemeinde organisiert, erklärt Bodo Laartz. Und am frühen Nachmittag zerstreuen sich die letzten Ängste der Rosenower, als die Nachricht von der erfolgreichen Entschärfung der Fliegerbombe die Runde macht.

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