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Fällt die alte Schule bald?

Weil Gerstenberg und seine Partner auch gleich die Fläche mit der alten Turnhalle überplant haben, fordert die Stadt ein neues Gutachten.
Weil Gerstenberg und seine Partner auch gleich die Fläche mit der alten Turnhalle überplant haben, fordert die Stadt ein neues Gutachten.
Bärbel Gudat

Der Investor gibt sich optimistisch. Die neue Auflage der Stadt für das Areal auf dem Lindenberg will er ganz fix erfüllen und das geforderte neue Gutachten vorlegen. Schon im April soll gebaut werden.

Geht es nach Investor Peter Gerstenberg und seiner Berliner Firma PMC Consulting, dann soll schon in genau einem Jahr auf dem Lindenberg ein neues Einkaufszentrum eröffnen – genau dort, wo momentan noch die alte Schule und die Turnhalle einen Schandfleck bilden. Zwar hat das Rathaus vor dieses Ziel jetzt noch eine weitere „Hürde“ gesetzt, diese will Gerstenberg aber im gestreckten Galopp nehmen.

Denn die Stadtvertreter hatten zwar schon grünes Licht für die Neubebauung des Areals mit Einzelhandelsflächen gegeben. Allerdings bezog sich diese Genehmigung nur auf das Areal der alten Schule. Als Gerstenberg feststellte, dass die marode Turnhalle ebenfalls nicht mehr genutzt wird und verschwinden soll, erstellte er sogleich einen Plan für die größere Fläche.

Genau das sei das Problem, sagt Vize-Oberbürgermeister Harald Walter. Gerstenberg hat eine Planung für 1500 Quadratmeter statt für 800 Quadratmeter vorgelegt. Deshalb müsse jetzt in einem Gutachten geklärt werden, ob diese Größe mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt Neubrandenburg übereinstimmt oder man dort nicht doch besser Wohnraum planen sollte, für die es in der Stadt auch Bedarf gäbe.

Gerstenberg musste die vergangenen Tage zwar im Krankenhaus verbringen, zeigte sich beim Telefonat mit dem Nordkurier aber trotzdem voller Tatendrang. Ein von der Stadt geforderte Gutachten sei bereits in Auftrag gegeben – bei jenem Gutachter, der auch das Einzelhandelskonzept für Neubrandenburg erstellt hat.