Versuchter Raub

Falscher Polizist bedrängt Rentnerinnen auf Friedhof

Ein Mann gab sich dreist als Polizist aus und wollte zwei Seniorinnen in Neubrandenburg berauben. Doch die Frauen leisteten Widerstand.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Der Neue Friedhof in der Oststadt war Schauplatz eines unverfrorenen Raubversuchs.
Der Neue Friedhof in der Oststadt war Schauplatz eines unverfrorenen Raubversuchs. Stadt Neubrandenburg
5
SMS
Neubrandenburg.

Dank der Gegenwehr und Geistesgegenwart von zwei rüstigen Damen hat die Polizei einen falschen „Bundesbeamten“ festnehmen können. Der Mann soll versucht haben, die 77 und 78 Jahre alten Rentnerinnen auf dem Neuen Friedhof in der Neubrandenburger Oststadt zu berauben, wie die Polizei mitteilte. Die Frauen riefen die Polizei, die den 26-Jährigen auch dank der Mithilfe von beherzten Zeugen stellen konnte. Später leistete der Mann so heftigen Widerstand, dass er gefesselt werden musste.

Laut Polizei waren die beiden Seniorinnen bei der Grabpflege, als der ihnen unbekannte Mann auftauchte und sich als „Bundesbeamter“ ausgab. Er forderte eine der beiden Geschädigten auf, unverzüglich ihre mitgeführte Tasche auf den Boden zu stellen. Zunächst durchsuchte der Mann die Tasche, ohne daraus etwas zu entnehmen. Dann wandte er sich der zweiten Frau zu und fing an, ihren auf dem Rücken mitgeführten Rucksack zu durchsuchen. Dagegen wehrte sich die Dame und holte ihr Mobiltelefon aus der Jackentasche, um den Notruf zu wählen.

Zeuge greift ein

Während die Frau mit der Polizei sprach, versuchte der Tatverdächtige, ihr das Handy gewaltsam zu entreißen. Er scheiterte jedoch an der heftigen Gegenwehr der offenbar rüstigen Rentnerin. Ein Zeuge griff daraufhin ein und stellte sich schützend vor die Opfer. In dieser Zeit betonte der Unbekannte wiederholt, dass er von der Bundespolizei sei und ihm Gehorsam geleistet werden müsse.

Gemeinsam mit dem Helfer und dem Tatverdächtigen gingen die beiden Damen dann Richtung Ausgang, um die Polizei abzupassen. Erneut versuchte der 26-Jährige, an das Handy der Dame zu kommen. Kurz vor dem Ausgang wollte der Tatverdächtige dann mit einem Sprung über den Zaun flüchten. Ein weiterer Zeuge mit Hund forderte ihn aber zum Stehenbleiben auf. Just in diesem Moment erschien die Polizei und konnte den Verdächtigen nach kurzer Verfolgung festnehmen.

Bei der Personenkontrolle des 26-Jährigen stellten die Beamten deutlichen Atemalkoholgeruch fest. Da er einen Atemalkoholtest strikt verweigerte, wurde er ins Neubrandenburger Klinikum gebracht. Bei der Blutabnahme leistete der mutmaßliche Täter dort so heftigen Widerstand, dass er anschließend gefesselt blieb. In seiner Vernehmung blieb der Mann bei der Darstellung, dass er Bundesbeamter sei und die Damen der Spionage verdächtige. Gegen ihn wird jetzt ermittelt wegen Raubes, Freiheitsberaubung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und der Amtsanmaßung. Er blieb zunächst im Polizeigewahrsam.

Kommentare (5)

Wollten, die Frauen, die Toten ausspionieren ?

ein Mitarbeiter vom Verfassungsschutz oder ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) oder ein Mitarbeiter irgendeines Bundesministeriums in Bonn bzw. Berlin (Bundes-Innenministerium). Das müsste überprüft werden und dann im Nordkurier in der Wochenend-Ausgabe z.B., weil da gibt es ja sicher ca. 100.000 von denen, nicht daß die alle so drauf sind *durchaus skeptisch guck*, streicht denen bloß nicht das Beamten-Gehalt, die drehen sonst komplett frei, steht zu befürchten.

im heutigen Nordkurier (Online-Ausgabe) zu stöbern, das muß einem der deutschen Sprache mächtigen Ausländer vorkommen, als lese er in einem schlechten Fantasy-Roman mit dem Titel "Neuigkeiten aus Absurdistan". Beispiel: Eine alltägliche Pkw-Karambolage in einem Parkhaus endet mit einem Gerichts!urteil gegen einen, wi kann es auch anders sein, landesweit bekannten AfD-Politiker.

... abwegig und albern, dass der Mann sich auf Filmriss berufen wird.

jahrzehnte lange Auswirkungen der Politik auf das Wahlpack