WOHNUNGSBRAND

Falschparker blockieren Feuerwehr in Neubrandenburg

Als die Feuerwehr zu einem Einsatz in Neubrandenburg fahren wollte, hatte sie große Probleme bei der Anfahrt. Ein absolutes Halteverbot scheint Anwohner nicht zu interessieren.
Felix Gadewolz Felix Gadewolz
Obwohl in der Koszaliner Straße in Neubrandenburg ein absolutes Halteverbot eingerichtet wurde, scheint das die Anwohner nicht großartig zu interessieren.
Obwohl in der Koszaliner Straße in Neubrandenburg ein absolutes Halteverbot eingerichtet wurde, scheint das die Anwohner nicht großartig zu interessieren.
Neubrandenburg.

Angebranntes Essen rief am Donnerstagmorgen die Neubrandenburger Feuerwehr auf den Plan. Als kurz vor 7 Uhr das Piepen eines Rauchmelders in der Koszaliner Straße 10 ertönte, alarmierten Anwohner umgehend die Rettungskräfte.

Beim Eintreffen der Kameraden stellte sich heraus, dass es sich um einen vergessenen Kochtopf auf dem Herd in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss gehandelt hat. Auch wenn für die Einsatzkräfte in diesem Fall zum Glück keine großen Löscharbeiten anfielen, hatten sie schon Probleme bei der Anfahrt.

Anwohner parken im Halteverbot

Obwohl seit dem 29. April aufgrund von anstehenden und bereits laufenden Bauarbeiten in der Koszaliner Straße ein absolutes Halteverbot eingerichtet wurde, scheint das die Anwohner offenbar nicht großartig zu interessieren. Schließlich parken sie ihre Fahrzeuge auch weiterhin vor der Haustür.

So konnten weder Löschfahrzeug noch Drehleiter die enge und blockierte Straße wegen der unerlaubt abgestellten Fahrzeuge passieren und hätten im Ernstfall nicht schnell genug handeln können. Ob und mit welcher Strafe die Fahrzeughalter der unerlaubt abgestellten Fahrzeuge nun rechnen müssen, wird derzeit von der Polizei geprüft.

Der Bewohner des Wohnungsbrandes blieb unterdessen unverletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst untersucht. Angaben zum entstandenen Sachschaden konnten noch nicht gemacht werden.

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Kommentare (6)

In dieser Stadt parkt, hält und fährt jeder wie er mag, rote Ampeln gibt es nicht für manche und alle Verantwortlichen schauen weg und dulden es. Die Polizei fährt Streife , sieht Falschparker - nix passiert und das Ordnungsamt hat Feierabend und der Chef zählt seinen Beamtensold.....Nur keine Konfrontation mit den verkommenen Bürgern. Kinder kann man ja noch ermahnen wenn sie kein Licht am Fahrrad haben tagsüber....

ZITAT: "Ob und mit welcher Strafe die Fahrzeughalter der unerlaubt abgestellten Fahrzeuge nun rechnen müssen, wird derzeit von der Polizei geprüft."
Ach so - die prüfen erst. Früher haben Polizisten nicht geprüft, sie haben gewußt und gehandelt. Wahrscheinlich müssen sich die Neubrandenburger Polizisten erst über die StVO informieren, welche Bedeutung dieses Verkehrsschild "Halteverbot" (Zeichen 283) und welche Rechtsfolgen seine Nichtbeachtung hat. Meine Erfahrungen mit der Polizei, egal welcher Dienstzweig, haben ergeben, dass sie entweder zu dumm oder zu faul war, eine dienstliche Handlung rechtskonform vorzunehmen. Ich bin gerne bereit, denjenigen Polizisten Theorieunterricht im Straßenverkehrsrecht zu erteilen, er wird kostenlos sein, aber nicht umsonst....

Absolute Zustimmung... Die Polizisten in Neubrandenburg, besonders vom Hauptrevier stellen sich lieber in Carlshöhe hinter Stoppschilder und zählen die Sekunden ob ein Autofahrer 3 Sekunden gestanden hat, wenn nicht, schikaniert man die Autofahrer, besonders gerne Ein-Stern-Kommissare die schon in youtube Autofahrerinnen drangsalierten.. Oder man verfolgt ja lieber angebliche Parkplatzrempler als Fahrerflucht, wo nie ein Rempler stattgefunden hat, nur weil eine Rechthaberische Mitbürgerin meinte, sie hätte einen Parkplätze für sich alleine. Oder man geht lieber gegen Kritiker vor, wie in Hessen (Fulda) zu sehen ist. Die Polizei braucht sich nicht zu wundern, wenn sie von manchen Bürgern kritisch und abgeneigt betrachtet wird.

Wiederholte Anrufe beim Ordnungsamt bezüglich Falschparker haben ergeben, dass angeblich nicht genügend Außendienst zur Verfügung steht. Ich hatte immer das Gefühl "Bitte uns nicht stören!" Hinweise, Anregungen sind dort nicht gefragt. Ernst genommener Dienst sieht anders aus! Es ist schon ein großer Unterschied ob "MANN" sein Geld bekommt oder verdienen muss. Mehr Biss beim Ordnungsamt und das ewige Problem "Falschparker " ist schnell gelöst.

Ja, das Gefühl hat man auch, es heisst immer nur aus dem Ordnungsamt "Wir kümmern uns darum". Ich habe nur das Gefühl, dass das Ordnungsamt nur an lukrativen Stellen gerne steht, wo es sich für die Stadt mehr lohnt, als das mal irgendein PKW falsch geparkt wurde. Selbst wenn man eingeklemmt ist, interessiert sich das OA keinen Meter dafür. Vor allem leitete die nette Anrufentgegennehmerin als Auszubildende immer alles "weiter" an ihren Chef. Komisch, das aber nie etwas geschieht.....

Diese Straße gehört der Neuwoba. Da die Straße für den öffentlichen Verkehr zugelassen ist, gilt trotzdem das Straßenverkehrsrecht. So brisant - wie dargestellt - ist es nicht. Wären keine Bauarbeiten an der Haltestelle gäbe es auch kein absolutes Halteverbot. So gesehen, ist die Aufregung des NK wegen Anfahrtsproblem der Feuerwehr unsinnig. Was man bei Missachtung eines Straßenschildes prüfen will, erschliesst sich mir allerdings auch nicht.