Einsatzstark: Der junge Paul Wachholz (vorn) nutzte seine Startelf-Chance bei den FCN-Männern.
Einsatzstark: Der junge Paul Wachholz (vorn) nutzte seine Startelf-Chance bei den FCN-Männern. Roland Gutsch
Fußball

FCN-Kicker haben im Aufstiegskampf einen Zahn zugelegt

Dieser Thriller wird noch fortgesetzt: Während Verbandsliga-Tabellenführer 1. FC Neubrandenburg 04 gegen FSV Kühlungsborn gewann, patzte Konkurrent Dynamo Schwerin.
Neubrandenburg

Das „Wie“ ist in dieser Saison-Phase allen Beteiligten schnurz. Hauptsache gewonnen. Es hätte sicher einiges über en masse verdaddelte Torchancen und glanzfreien Fußball zu debattieren gegeben – was für Spieler und Fans des Verbandsliga-Spitzenreiters 1. FC Neubrandenburg 04 aber einzig zählte, war der 3:0 (1:0)-Heimsieg über den FSV Kühlungsborn.

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Es bleibt spannend

Der war zweifellos hochverdient und machte Trainer Mathias Wackerow „überglücklich“. Zumal: 1. Zwei im Aufstiegskampf nagende Niederlagen vorangegangen waren, und 2. Dynamo Schwerin als Konkurrent im Fernduell um den Oberliga-Einzug parallel in Pastow erfreulicherweise 1:2 patzte. Die Dynamos haben nun sieben Zähler Rückstand auf den FCN, doch bislang drei Partien weniger bestritten. Ergo: Diesen Thriller gibt’s noch in einigen Fortsetzungen.

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Youngster in Startelf

Bei den Neubrandenburgern fiel neben Spielmacher Daniel Nawotke kurzfristig eine Reihe weiterer Kicker aus. Was für den 19-jährigen Paul Wachholz einen Startelf-Einsatz ergab – der Abwehr-Youngster machte seine Sache erstaunlich gut. Keine Frage, dass Routiniers wie Dennis Kühl, Michael Freyer und Christoph Fischer speziell gefordert waren. Der 35 Jahre alte Fischer bestimmte von der „Sechser“-Position aus den Rhythmus, und nachdem seine Kollegen bedenkliche drei, vier Mal am starken Kühlungsborn-Keeper Benjamin Heskamp gescheitert waren, köpfte er den Ball nach einem Freyer-Freistoß selbst in die Gäste-Kiste. Quasi mit dem Halbzeit-Pfiff, idealer Zeitpunkt.

„Mir kam entgegen, wie das Spiel lief. Es war nicht allzu schnell, man konnte taktisch was machen“, so Mittelfeld-Mann Fischer, der nach der Pause gelegentlich schmerzarm foulte, um die Gegner aus dem Takt zu bringen. „Die waren am Ende ziemlich platt“, stellte er fest. Logisch: Die Küsten-Elf, schwer in Personalnot, musste sogar einen aus der Oldie-Mannschaft ihres Vereins zur Tour an den Tollensesee überreden.

Einige schöne Angriffe bleiben erfolglos

In diesem Kick hatte – bis auf eine Viertelstunde im zweiten Durchgang – der FCN die Hosen an. „Wir waren überlegen. Schade, dass wir nicht mehr Tore geschossen haben“, meinte Dennis Kühl hinterher. Stimmt. Einige ansehnliche Angriffe führten nicht zum Erfolg. In den letzten Minuten aber doch: Zunächst hatte Robert Grube Treffer-Glück (83.), dann Mehmet Yildiz (86.).

Rückkehr möglich

Für das Yildiz-Tor hatte übrigens der eingewechselte Ole Giese vorgearbeitet. In der vergangenen Woche machte der Sommer-Wechsel des 18-jährigen A-Juniors zu Oberligist TSG Neustrelitz medial die Runde, inklusive Nebengeräuschen (der Nordkurier berichtete). Nun äußerte sich Club-Präsident Torsten Hanke dazu: „Selbstverständlich tut es weh, dass uns ein Talent wie Ole verlässt. Aber wir wünschen ihm alles Gute. Auch wenn er jetzt nicht unser Angebot, sondern das der Neustrelitzer angenommen hat, sollen er und die anderen Neubrandenburger in TSG-Diensten wissen: Der Weg zurück ist nicht verschlossen.“ Hanke teilte zudem mit, dass ein weiterer A-Junior den FCN zur neuen Saison in Richtung Fußball-Neustrelitz verlässt: Tobias Teetz.

 

1. FC Neubrandenburg 04:

Wegener – Wachholz, Czarnetzki, Zallmann, Kühl, Fischer, Fassinger, Yildiz, Grube, Ebel (65. Giese), Freyer (86. Lehmann).

 

 

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