VERFAHREN BEENDET

FC Neubrandenburg lässt die Insolvenz hinter sich

Gut ein Jahr lang wurde der Fußball-Verein von einem Rechtsanwalt als Zwangsverwalter geführt. Jetzt kann der Vorstand wieder eigenverantwortlich agieren.
Die FCN-Männer um Einpeitscher Dennis Schmidt (Mitte) und alle anderen Teams des Vereins können sich freuen: Der Club ist die Altschulden los.
Die FCN-Männer um Einpeitscher Dennis Schmidt (Mitte) und alle anderen Teams des Vereins können sich freuen: Der Club ist die Altschulden los. Roland Gutsch
Neubrandenburg ·

Der 1. FC Neubrandenburg 04 kann mit seinen Mannschaften schuldenbefreit in die nächste Saison gehen. Die Gläubigerversammlung hat den Insolvenzplan des bisher zwangsverwalteten Vereins angenommen, sodass der Fußballclub nun die Insolvenz hinter sich lassen kann, erklärte der bisherige Insolvenzverwalter Ralph-Jörn Kurschus.

„Den Rucksack der Vergangenheit sind wir los, starten aber mit weitgehend leeren Taschen in die Zukunft“, sagte FCN-Präsident Torsten Hanke, der sich noch einmal bei den Gläubigern des Vereins für den angehäuften Schuldenberg entschuldigte, obwohl er selbst erst kurz vor der Insolvenz ins Amt kam. Die Insolvenz habe besonders in der Anfangszeit zu vielen Fragen und zu Verunsicherung innerhalb und außerhalb des Vereins geführt. Es sei gut, dass der Verein nun endlich wieder eigenständig agieren könne. Denn die Zwangsverwaltung habe auch zur Zurückhaltung von Sponsoren geführt.

Verein will wieder eine attraktive Adresse werden

Er selbst sehe seine Aufgabe nach Beendigung der Insolvenz nicht als erfüllt an und werde als Präsident weitermachen, wenn die Vereinsmitglieder dies wünschten. Mit der Bildung eines Aufsichtsrates in wirtschaftlicher Hinsicht und dem Projekt 2020 als sportlichem Ziel seien die Weichen für die Zukunft gestellt, so Hanke. Der Verein wolle nun wieder versuchen, in Ruhe und kontinuierlich zu arbeiten und sich im Nachwuchsbereich als attraktive Adresse für Kinder und Eltern darzustellen.

Besonders im Kleinfeld-Bereich, also den unteren Jahrgängen, solle eine Neuaufstellung für mehr Qualität sorgen. Dabei setze man auf Zusammenarbeit mit den anderen Fußballvereinen der Stadt statt Konkurrenz. Hanke schickte zugleich noch einen „Riesendank“ an alle, die dem FCN trotz Insolvenz die Treue gehalten hätten.

 

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