FUßBALL-VERBANDSLIGA

FCN-Stürmer Grube trifft gegen Ex-Verein doppelt

Gegen seinen ehemaligen Klub Rostocker FC traf ein FCN-Kicker gleich zweifach. Und das, obwohl der FCN beim 3:0-Sieg lange in Unterzahl spielen musste.
Robert Grube, hier bei seinem ersten Treffer zum 2:0, erzielte gegen seinen Ex-Klub einen Doppelpack.
Robert Grube, hier bei seinem ersten Treffer zum 2:0, erzielte gegen seinen Ex-Klub einen Doppelpack. Dennis Bacher
Daniel Nawotke (rechts) und Offensivmann Justin Schultze (links) herzen Torschütze Robert Grube.
Daniel Nawotke (rechts) und Offensivmann Justin Schultze (links) herzen Torschütze Robert Grube. Dennis Bacher
Wegen Meckerns: Routinier Daniel Nawotke sah noch im ersten Durchgang den roten Karton.
Wegen Meckerns: Routinier Daniel Nawotke sah noch im ersten Durchgang den roten Karton. Dennis Bacher
Neuzugang Hannes Burmeister kam zu seinem Startelf-Debüt.
Neuzugang Hannes Burmeister kam zu seinem Startelf-Debüt. Dennis Bacher
Neubrandenburg.

Ein Jubelschrei ging über den Rasen des Neu-SW-Stadions – gleich zweimal! Mit der eigenen Vergangenheit hatte das aber nichts zu tun, versichert Robert Grube später. Der 24-jährige Stürmer, zu Saisonbeginn vom Rostocker FC an den Tollensesee gewechselt, traf beim 3:0 (2:0)-Erfolg seines 1. FC Neubrandenburg 04 am 7. Spieltag der Verbandsliga doppelt gegen den Ex-Klub und feierte die Treffer jeweils ausgiebig und laut.

„Die Freude beim ersten Tor war besonders groß, da ich in der Liga länger nicht getroffen habe“, so Grube, der zuletzt am 3. Spieltag in Güstrow jubeln konnte. „Und die zweite Bude war einfach Erlösung pur!“ Es war der Treffer zum Endstand am Sonnabend im Heimspiel gegen den Tabellenführer. Ein verdienter Sieg, der den FCN vorbei an Rostock auf Rang zwei schob.

Nawotke fliegt wegen Meckerei vom Platz

Das Spiel hätte aber auch durchaus anders ausgehen können. Rostocks Übungsleiter Jens Dowe sprach nach der Partie von einem Geschenk, das er eigentlich gerne angenommen hätte. Er meinte damit die Rote Karte, die sich FCN-Mann Daniel Nawotke kurz vor dem Pausenpfiff einhandelte. Ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter – zum wiederholten Male innerhalb weniger Minuten – sorgte dafür, dass der 29-Jährige vorzeitig vom Platz musste.

„Da muss er sich einfach zurückhalten, zumal wir Daniel schwer ersetzen können und er jetzt als Wiederholungstäter gilt“, meint Vereinspräsident Torsten Hanke später. In der vergangenen Spielzeit handelte sich Nawotke bereits in Schwerin eine verzichtbare Sperre ein, die bis in die aktuelle Saison reichte. „Wenn’s blöd läuft, sind das fünf bis sechs Spiele Sperre“, ärgerte sich Hanke.

Neuzugang Burmeister mit Startelf-Debüt

Am Sonnabend reichte es trotzdem für einen am Ende ungefährdeten Sieg, weil der FCN gut loslegte und durch Treffer von Justin Schultze (26.) und Grube (36.) eine hervorragende erste Hälfte ablieferte. Der Tabellenführer wurde seinen Ansprüchen indes nie gerecht, kam kaum zu Chancen und ging mit den wenigen dann völlig fahrlässig damit um.

Ganz anders der FCN, der vor allem über die Flügelspieler Schultze und Tom Kliefoth immer wieder vorpreschte. Und im Sturmzentrum war dann auf Robert Grube Verlass. „Wir hatten uns ehrlich gesagt auf ein schwierigeres Spiel eingestellt“, gibt der Doppeltorschütze zu, der in der 71. Minute alles klar machte.

Zu seinem Startelf-Debüt kam am Sonnabend Neuzugang Hannes Burmeister. Im zentralen Mittelfeld machte der 1,72-Meter-Mann ein solides, wenn auch unauffälliges Spiel, defensiv kam er zu einigen guten Aktionen. „Definitiv fehlt mir aber noch die Spielpraxis“, so der 24-Jährige, der zuletzt im November 2018 über die volle Spielzeit auf dem Platz stand.

Zeit für das Premieren-Tor bleibt dem Ex-College-Kicker aber noch genug. Am kommenden Sonnabend spielt der Club beim SV Pastow vor. Es wird – erneut – ein Duell mit dem Tabellenführer. Keine unlösbare Aufgabe, wie der 1. FCN 04 vor 234 Zuschauern gegen den Rostocker FC hinlänglich bewiesen hat.

 

1. FC Neubrandenburg 04:

Wegener – Kühl, Czarnetzki, Behrens, Guth – Burmeister, Nawotke, Fischer – Schultze (86. Freyer), Kliefoth – Grube (80. Stoll).

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