FCN-Angreifer Danny Blume tritt heute Abend zum ersten Mal im Malchower Waldstadion an.
FCN-Angreifer Danny Blume tritt heute Abend zum ersten Mal im Malchower Waldstadion an. Roland Gutsch
Fußball

FCN unter Flutlicht bei gestresster Malchow-Elf

Der Psycho-Thriller geht weiter: Fußball-Verbandsligist 1. FC Neubrandenburg 04 will mit einem kampfstarken Auftritt beim Malchower SV seine Aufstiegschance wahren.
Neubrandenburg

Auf die Dosierung kommt es an. Dass sich die Verbandsliga-Fußballer vom 1. FC Neubrandenburg 04 mit Blick auf das Punktspiel am Freitag (19.30  Uhr) beim Malchower SV unter Druck setzen – gut und richtig. „Man darf es damit aber auch nicht übertreiben“, warnt Trainer Mathias Wackerow davor, die notwendige Lockerheit zu verlieren.

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Tabellenbild trügt

Keine Frage, bei den Vier-Tore-Städtern geht es in den verbleibenden vier Saison-Partien um eine Menge: Das Fernduell mit Dynamo Schwerin um den Oberliga-Aufstieg intensiviert sich gerade zu einem Psycho-Thriller. Das trügerische Tabellenbild trägt dazu bei: Die FCN-Truppe ist Spitzenreiter, die Schweriner folgen mit vier Zählern Rückstand, haben allerdings zwei Partien mehr zu bestreiten und die Sache damit selbst in der Hand.

Souveräner Sieg

Am Mittwochabend mühten sich die Dynamos zu Hause gegen den SV Warnemünde zu einem 3:1. Die Neubrandenburger hatten vor einem Monat bei der Küsten-Elf souverän mit 8:1 gewonnen. Überkreuzvergleiche hinken bekanntlich, können aber auch guttun. „Ich habe ein klareres Resultat für die Schweriner erwartet. Man sieht, dass auch sie ihre Probleme haben“, sagt Wackerow, dessen Team „sich für die Restsaison noch einmal richtig zusammenzureißen und gewachsene Reife nachweisen will“.

Eine Kraftfrage?

Am vorigen Wochenende erzwang die Club-Truppe daheim ein 3:0 gegen den FSV Kühlungsborn. Dass sie nun auswärts ran muss, kann sie nicht schocken. Im Gegenteil: In der Fremde hat bislang kein zweites Team so viele Punkte abgefasst wie der FCN. Der Job im Malchower Waldstadion wird zweifellos hart, das weiß der 34-Jährige Wackerow. „Malchow ist eine kampfstarke Truppe. Man muss aber sehen, wie sie mit den aktuellen Strapazen zurechtkommt. Es könnte eine Kraftfrage werden.“

Nach Corona-Absagen nun mehrere „englische Wochen“

Der Tabellenneunte Malchow befindet sich tatsächlich im Hamsterrad – Nachholspiel-Stress. „Ich mache nicht drei, sondern 300 Kreuze, wenn diese Wahnsinnssaison vorbei ist, sagt MSV-Trainer Sven Lange. „Wir müssen hier wegen der vorangegangenen Corona-Absagen etliche ,englische Wochen‘ am Stück abreißen. Unsere Jungs gehen auf dem Zahnfleisch.“ Zuletzt gab es 0:0-Partien beim Penzliner  SV und gegen den FSV Bentwisch.

Favoriten und ihre Gegner

Lange legt fest: „Neubrandenburg ist Favorit, und wir sind die, die den Favoriten ärgern wollen.“ Der Fußball-Fachmann sieht „ein enges Spiel“ voraus, „es waren ja auch in der Vergangenheit öfter Power-Duelle“. Das Hinspiel beim FCN endete 1:1. Torjäger Tobias Täge, der seinerzeit das Gäste-Team in Front geschossen hatte und zuletzt wegen einer Gelb-Rot-Sperre fehlte, wird nun wieder dabei sein. Aus der Distanz verfolgt Lange auch den Zweikampf um den Aufstieg. Wer packt es? „Der am Ende oben steht. Auch wenn Schwerin momentan die besseren Karten hat, könnte es letztlich vielleicht für die Neubrandenburger reichen, weil sie personell ausgeglichener besetzt sind.“

Mit vollem Kader

Die FCN-Ausfallliste ist vor dem Trip in die Inselstadt geschrumpft. Mathias Wackerow: „Neben dem Langzeitverletzten Daniel Nawotke fehlen uns zurzeit kaum Spieler. Wir reisen mit fast vollem Kader an.“ Unter den Rückkehrern ist Danny Blume, der seine Sperre nach der 5. Gelben Karte abgesessen hat. „Ich habe noch nie in Malchow gespielt und freue mich drauf. Unter Flutlicht – das wird toll“, so der Angreifer.

 

 

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