Verdorrte Gewächse am Marktplatz Neubrandenburg

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Fehlt der Stadt ein grüner Daumen?

Egal, welche der Pflanzenkübel auf dem Neubrandenburger Marktplatz man anschaut, sie bieten derzeit einen erbärmlichen Anblick. Da sie in die Jahre gekommen sind, denkt die Stadt über eine Neupflanzung nach.  
Egal, welche der Pflanzenkübel auf dem Neubrandenburger Marktplatz man anschaut, sie bieten derzeit einen erbärmlichen Anblick. Da sie in die Jahre gekommen sind, denkt die Stadt über eine Neupflanzung nach.
Tobias Holtz

Der mit grauen Natursteinen gepflasterte Marktplatz ist alles andere als eine grüne Oase. Pflanzkübel sollen der tristen Atmosphäre einige Farbtupfer verleihen. Doch diese machenderzeit einen ungepflegten Eindruck.

Wer in letzter Zeit über den Markt geschlendert ist, dem wird aufgefallen sein, dass sich die sechs Pflanzkübel auf dem Platz in einem bemitleidenswerten Zustand befinden. Das ist auch Cornelia Rambow nicht entgangen. „Die Blätter der kleinen Bäumchen sind bereits braun und verwelkt. Die Erde in den Kübeln ist staubtrocken und mit Unrat wie Scherben, Flaschendeckeln und Zigarettenkippen übersät.“ Die Neubrandenburgerin ist entsetzt über dieses unansehnliche Bild, das sich ihr täglich bietet und an dem auch der Regen vom Mittwoch wenig geändert hat. Es könne doch nicht angehen, dass das wenige noch erhaltene Grün in der Stadtmitte so nachlässig gepflegt wird. „Das ist weder für die Bürger noch für Touristen ein schöner Anblick“, sagt Rambow. Sie befürchtet, dass die Pflanzen bald eingehen.

Diese Sorge ist laut der Stadt jedoch unbegründet. Bei den mit Felsenbirnenbäumen und Wildem Wein bepflanzten Kübeln handele es sich um ein Containersystem, in dem der Wasserstand durch eine Vertragsfirma regelmäßig aufgefüllt werde. Zudem würden sie wiederholt gedüngt. Da eine Baumbepflanzung wegen der Tiefgarage unter dem Marktplatz nicht möglich sei, habe man sich im Zuge der Neugestaltung vor 10 Jahren für die metallenen Kübel entschieden. „Die Pflanzen leiden nicht, weil sie zu wenig Wasser und Nährstoffe haben, sondern unter der permanenten Sonneneinstrahlung und den hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen“, teilt die Pressesprecherin der Stadt, Anett Seidel, auf Nordkurier-Anfrage mit. Beide Pflanzen gelten unter wechselnden Witterungsbedingungen als äußerst robust und zäh. Sie hätten im Winter sowohl Minusgrade im zweistelligen Bereich ausgehalten und seien auch nach den Belastungen durch die heißen, trockenen Sommer immer wieder ausgetrieben, so die Pressesprecherin.

Jetzt werde allerdings über eine neue Bepflanzung nachgedacht, denn die Jahre hätten den Pflanzen sichtbar zugesetzt. Die Stadt nimmt gerne Vorschläge von Bürgern entgegen und ist auf der Suche nach Ideen, wie die Kübel am besten bepflanzt werden können. „Da die Kübel das gesamte Jahr über auf dem Marktplatz stehen, ist es nicht so leicht geeignete Pflanzen zu finden“, weiß Seidel. Es müssen winterharte Gewächse sein, die aber gleichzeitig auch intensive Sonne aushalten.

Kommentare (1)

... dass der neugestaltete Marktplatz grau bleibt und im Winter mit einem Eiszelt zugestellt wird. Natur wird es auch in Zukunft in der City nicht geben, dafür ist die City nicht gemacht. Vielleicht hat wer eine Idee, wie man den Marktplatz mit chemischen Farben bunter bekommt.