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Feldjäger lassen sich Zeit

Bei "Fahrübungen" in Fünfeichen kippte ein Jeep um.
Bei "Fahrübungen" in Fünfeichen kippte ein Jeep um.
Fabian Henke

Noch immer hat die Bundeswehr die Ereignisse vom Juni um das offenbar unbefugte Benutzen eines Jeeps nicht aufgeklärt.

Können sie nicht oder wollen sie nicht? Denn auch mehr als sechs Wochen nach einem Unfall auf dem Bundeswehr-Gelände in Neubrandenburg-Fünfeichen hat das Militär den Zwischenfall nicht aufgeklärt. "Es liegen noch keine Ermittlungsergebnisse vor", sagte der Sprecher der Panzergrenadierbrigade Vorpommern, Joachim Samse, in der Tollensekaserne. Offenbar haben die Feldjäger, zuständig für die Aufklärung, noch keinen Bericht vorgelegt.

Der „Technische Bereich“, Schauplatz des Zwischenfalls im Juni, neben dem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Fünfeichen war in einigen Verruf geraten, weil zufällige Augenzeugen beobachteten, wie Soldaten und in zivil gekleidete junge Männer hier mit einem Jeep wilde Fahrübungen mit quietschenden Reifen absolvierten. Die fahrerischen Exzesse der Bundeswehr-Angehörigen gingen soweit, dass sich das Fahrzeug überschlagen hat. Beobachter riefen darauf den Rettungsdienst, der allerdings erst mit einiger Verzögerung auf das Gelände gelassen wurde.