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Fernwärme wird ab Januar um 10 Prozent billiger

Sparen beim Heizen – das können die meisten Neubrandenburger im kommenden Jahr. Die Stadtwerke senken für alle Kunden die Fernwärmepreise. Wie es beim Strompreis weitergeht, darüber hat das Unternehmen noch nicht entschieden.
Sparen beim Heizen – das können die meisten Neubrandenburger im kommenden Jahr. Die Stadtwerke senken für alle Kunden die Fernwärmepreise. Wie es beim Strompreis weitergeht, darüber hat das Unternehmen noch nicht entschieden.
Andrea Warnecke

Rund 27 500 Haushalte in der Stadt Neubrandenburg sparen im kommenden Jahr Heizkosten. Die Stadtwerke kündigen eine saftige Preissenkung für ihre Fernwärmekunden an. Für Erdgas-Kunden ist noch keine Änderung in Sicht.

Gute Nachrichten für die Neubrandenburger: Die Stadtwerke (neu.sw) senken ab 1. Januar 2015 ihre Fernwärme-Preise um rund zehn Prozent. Schon im Sommer hatten die Neuwoba und die Neuwoges eine ähnliche Preisermäßigung für ihre Kunden ausgehandelt. Nun soll sie für alle Kunden gelten.

Ein Beispiel: Der Bewohner eines Einfamilienhauses beziehungsweise einer Wohnung mit einer Anschlussleistung von 12 Kilowatt und einem Jahresverbrauch von rund 20 000 Kilowattstunden kann sich im nächsten Jahr auf eine Einsparung von knapp 270 Euro freuen, rechnet Anja Hünemörder, Sprecherin der Stadtwerke, vor.

Der Grund für die Preissenkung liege vor allem im Ankauf des Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerkes. Dieses geht zum 1. Januar in das Eigentum von neu.sw über. Dadurch kommen die Stadtwerke in den Genuss geringerer Kapitaldienstkosten.

Neu ist auch, dass der Preis mit einer neuen Formel künftig nur einmal im Jahr ermittelt wird und dann auch ein ganzes Jahr lang stabil bleibt. Deshalb werde künftig auch der bislang angebotene Fernwärmefixpreis entfallen, so Hünemörder. Alle Kunden erhalten in den kommenden Tagen ein persönliches Schreiben mit den konkreten Informationen rund um die Änderungen.

Die Preissenkungen betreffen rund 80 Prozent der Neubrandenburger – das sind rund 27 500 Haushalte. Nur 7000 Haushalte heizen mit Erdgas – das betrifft solche Stadtgebiete wie beispielsweise Broda, Carlshöhe, Küssow, das Brauereiviertel, Eschengrund oder Fünfeichen, wo keine Fernwärmeleitungen anliegen.

Schon vor einem Jahr hatten die Stadtwerke ihre Fernwärmepreise gesenkt. Hingegen mussten ihre Erdgaskunden zum 1. Januar 2014 einen Preisanstieg hinnehmen – hier ist bis heute keine Veränderung angekündigt. Nur bei dem Strompreisen der Stadtwerke wird sich möglicherweise etwas bewegen. Das werde voraussichtlich Ende kommender Woche entschieden, so Hünemörder.