NEUE AUSRÜSTUNG IN WOGGERSIN

„Feuerwehr-Gemeinde“ setzt Zeichen gegen Feuerkrebs

Woggersin hat eine besonders starke Wehr – deren Mitglieder nun trotz klammer Kassen besser ausgerüstet werden sollen. Das hat einen aktuellen Grund.
Die Freiwillige Feuerwehr Woggersin soll neue Schutzkleidung bekommen.
Die Freiwillige Feuerwehr Woggersin soll neue Schutzkleidung bekommen. Tim Prahle
Gemeinde- und Amtswehrführer Thomas Kunick.
Gemeinde- und Amtswehrführer Thomas Kunick. NK-Archiv
Woggersin.

Neue Schränke für mehr Kleidung, Jogginganzüge, neue Tragkraftspritze. Die Wunschliste der Woggersiner Feuerwehr ist lang. Wenngleich betont wird, dass es normal ist, der Gemeinde zum kommenden Jahr den eigenen Bedarf mitzuteilen, kommt Vize-Wehrleiter Christoph Kracht nicht drum herum, den Vertretern seine Forderungen mit Beispielen zu untermauern. „Wir hatten eine Kameradin, die aufgrund der hohen Temperaturen zusammengebrochen ist“, sagt er. Und auch und gerade mit Blick auf das Thema „Feuerkrebs“ seien die Anschaffungen wichtig.

Im Herbst dieses Jahres drang diese Krankheit an die Öffentlichkeit in der Region. Die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg hatte über die letzten Jahre eine Häufung von Erkrankungen und Todesfällen zu beklagen. Hintergrund sind die Giftstoffe, die Feuerwehrleute nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut aufnehmen. Nur: Um dem vorzubeugen, fehlt es in den Kommunen, deren Aufgabe der Brandschutz ist, häufig an Geld. „Ausrüstung für die Feuerwehr ist auch einfach sehr teuer“, erklärt Woggersins Gemeindewehrführer Thomas Kunick, der zugleich Amtswehrführer in Neverin ist.

Jeder vierte unter 18 ist Mitglied der Feuerwehr

Amtskämmerer Matthias Müller weiß ebenfalls um die Bedürfnisse der Wehren. „Die Gesundheit steht an erster Stelle. Und es ist eine Pflichtaufgabe, da muss dann dementsprechend mehr eingeplant werden“, sagt er auf Nordkurier-Anfrage. Allerdings gebe es bei weniger finanzstarken Gemeinden durchaus das Problem, dass dafür kein Geld da ist. Die Gemeinde Woggersin will versuchen, eine Förderung über den Strategiefonds der Landesregierung zu bekommen.

Gerade Woggersin kann auf eine starke Feuerwehr blicken. Hier ist nicht nur der Amtswehrführer, sondern auch der Kreiswehrführer Mitglied. Mehr als jeder vierte der 79 unter 18-jährigen in Woggersin ist Mitglied der Jugendwehr. Über die Fördermöglichkeit sei aber jede Wehr im Amtsbereich informiert, betont Kunick, der zudem dafür plädiert: „Auch bei befreundeten Firmen oder Sponsoren in den Gemeinden muss verstärkt angeklopft werden. Hauptsache, die nötigen Mittel für den Schutz der Feuerwehrfrauen- und Männer kommen in jedem Fall zusammen.

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Kommentare (2)

Das ist ein Feuerkrebs.

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Wobei ich auch denke, wir sollten anfangen die Krebsarten zusätzlich nach den Verursacher zu benennen und nicht nur danach, welches Körperteil sie befallen.