WÜRDIGUNG DES EHRENAMTES

Feuerwehr wünscht sich Jubiläumsprämien

Eine Feuerwehrrente für die Treptower Kameraden, wie es die Wählergemeinschaft/SPD vorgeschlagen hat, scheint vom Tisch. An ihre Stelle tritt nun eine andere Idee.
Die Ideen, wie die Arbeit der Brandschützer finanziell wertgeschätzt werden kann, sind vielfältig. Sie reichen
Die Ideen, wie die Arbeit der Brandschützer finanziell wertgeschätzt werden kann, sind vielfältig. Sie reichen vom sogenannten Stiefelgeld bis hin zur Feuerwehrrente. In Altentreptow ist nun eine Prämie zu Jubiläen im Gespräch. NK-Archiv
Altentreptow.

Die Stadt Röbel hat es bereits vorgemacht. Sie zahlt jedem aktiven Kameraden der Feuerwehr einen Renten-Obolus als Würdigung ihrer Arbeit. Ein guter Ansatz auch für Altentreptow, meinen Mirko Renger und seine Fraktion, die Wählergemeinschaft/SPD. Und deshalb haben sie einen Antrag eingereicht. In der Hoffnung, die anderen Stadtvertreter für diese Idee gewinnen zu können. Gut drei Monate liegt das nun zurück. Und schon vor einem Vierteljahr hat sich abgezeichnet, dass nicht jeder davon gleichermaßen überzeugt ist, selbst in den Reihen der Treptower Feuerwehr nicht (der Nordkurier berichtete).

Entscheidend ist, was die Kameraden wollen

Für die Stadt ist entscheidend, was die Kameraden am Ende wollen. Und bis heute hätte sich nichts daran geändert, so Claudia Ellgoth, 1. Stadträtin. Dass sich die Feuerwehrleute von Altentreptow durchaus auch andere Ideen vorstellen können, haben sie inzwischen bewiesen, wie vom Rathaus kürzlich zu vernehmen war. Und zwar auf der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments. „Der Vorstand der Treptower Wehr hat sich intensiv mit der Thematik befasst. Er bitte die Stadt nun, nicht auf einer Rente zu beharren“, hieß es dort. Statt Rentenversicherung sprechen sich die Feuerwehr-Funktionäre für ein sogenanntes Prämiensystem aus. Für Geldzuwendungen zu bestimmten Jubiläum, wurde berichtet. Zum Beispiel 100 Euro für 10 Jahre im Dienste der Feuerwehr Altentreptow, 200 Euro für 20 Jahre und eventuell eine Befreiung von den Gebühren der Stadtbibliothek.

Satzungsentwurf soll eingebracht werden

„So haben wir es in der letzten Vorstandssitzung besprochen, mehrheitlich dafür gestimmt und ins Rathaus eingereicht“, sagt Sven Nehls, Treptows Wehrführer. Und die Stadtverwaltung will diesem Wunsch jetzt nachkommen. „Wir bringen nun einen entsprechende Satzungsentwurf ein und hoffen, dass dieser dann auf der Stadtvertretersitzung im Dezember beschlossen wird“, teilt Claudia Ellgoth jetzt am Mittwoch auf Nachfrage mit. Sodass es zum Januar wirksam sei. Sie geht davon aus, dass sich die Stadtvertreter dem gegenüber aufgeschlossen zeigen werden. „Zum einen kommt dieser Vorschlag Altentreptow kostengünstiger, zum anderen ist es für uns besser planbar“, so Claudia Ellgoth. Die Feuerwehr wisse ja schließlich, wann bei ihr Jubiläen anstehen. Und dementsprechend könne es so rechtzeitig in den Haushalt eingestellt werden.

Größte Fraktion offen für den Vorschlag

Die Wählergemeinschaft/SPD als größte Fraktion hat schon mal signalisiert, dass sie dem Vorschlag offen gegenübersteht. „In der Juni-Sitzung haben wir das schon eröffnet“, heißt es vom Fraktionschef Mirko Renger ebenfalls am Mittwoch. Die Rentenversicherung sei eine Idee gewesen, es könne aber auch gerne etwas anderes sein. „Die Stadt sollte auf unseren Wunsch hin einen Vorschlag unterbreiten, der am Ende die Feuerwehr zufriedenstellt. Das ist passiert“, sagt er und ergänzt: „Alles, was gut für eine Würdigung ist, werden wir bestätigen.“ Folglich seien sie dieser jetzt unterbreiteten Idee gegenüber positiv aufgeschlossen.

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