EINSATZ AM BACH

Feuerwehrleute retten Pferd aus der Tollense

Aufregung in den Woggersiner Wiesen: Ein Schimmel wollte Wasser aus der Tollense trinken und geriet dabei in Not.
Paulina Jasmer Paulina Jasmer
Mit Hilfe eines Schlauchs retteten die Helfer den Schimmel, der wegen des weichen Bodens in die Tollense gestürzt war. 
Mit Hilfe eines Schlauchs retteten die Helfer den Schimmel, der wegen des weichen Bodens in die Tollense gestürzt war. Felix Gadewolz
Erst war das Tier ziemlich nervös, doch dann gewöhnte sich der  in Not geratene Schimmel an die Helfer und ließ sich aus der Tollense ziehen. Manneskraft und Drehleiter waren dabei Gold wert.
Erst war das Tier ziemlich nervös, doch dann gewöhnte sich der in Not geratene Schimmel an die Helfer und ließ sich aus der Tollense ziehen. Manneskraft und Drehleiter waren dabei Gold wert. Felix Gadewolz
Woggersin.

Das Herbstwetter war vortrefflich, die Sonne schien, perfekt für einen Ausflug zu Pferd. Das hatten sich am Montag auch zwei Reiter gedacht, die ihre Pferde kurzerhand sattelten, um in den Woggersiner Wiesen entlang des Radwanderwegs zwischen Woggersin und Neubrandenburg einen Ausritt zu unternehmen. An der Brücke über die Tollense geschah dann aber etwas, was jedem Tier- und Pferdefreund das Herz in die Hose rutschen lässt: Ein Schimmel wollte Wasser trinken, doch aufgrund des aufgeweichten Bodens stürzte er plötzlich in den Bach. Vom Ufer aus war es gleich steil hinunter gegangen.

So etwas hat auch Dominik Tramp von der Freiwilligen Feuerwehr Wulkenzin noch nicht gesehen. Er war am Montag Einsatzleiter und schaute mit insgesamt rund 15 Kameraden von den Wehren Wulkenzin, Woggersin, Chemnitz und der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr nicht schlecht, als er am Einsatzort ankam. Gut anderthalb Meter tief stand der Schimmel im Wasser und kam nicht mehr heraus. Daher hatten die Reiter auch die Feuerwehr alarmiert. „Und wir stehen für Mensch- und Tierrettung”, sagte Dominik Tramp zu diesem nicht ganz gewöhnlichen Einsatz. Kühe hatte er auch schon mal einst aus einer misslichen Lage gerettet, ein Pferd bis dato aber nie.

Auf Feuerwehrleute ist Verlass

Aber die Feuerwehrleute zeigten, was in ihnen steckt. „Zum Glück war die Berufsfeuerwehr mit der Drehleiter da”, so Dominik Tramp zurück. Mit ihrer Hilfe und mit Schläuchen wollten sie das Pferd aus dem Wasser bekommen. Eine Schlauchschlinge wurde dem Tier umgehängt. Der Schimmel sei verständlicherweise ziemlich nervös gewesen und habe erst mit der Feuerwehr „warm werden” müssen. Aber mit vereinter Manneskraft konnte das Pferd aus dem Wasser gezogen werden.

Unweit der Stelle habe auch der Pferdeanhänger gestanden, zu dem dann Pferde nebst Reitern zurück gekehrten. Ein Tierarzt hat dort laut Dominik Tramp schon gewartet, um sich den Schimmel anzusehen.

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