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Feuerwehrleute sind geplagt von Zukunftssorgen

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in der Oststadt wollen auch in Zukunft alarmiert werden, wenn ihre Unterstützung gefragt ist.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in der Oststadt wollen auch in Zukunft alarmiert werden, wenn ihre Unterstützung gefragt ist.
Stefan Hoeft

Die Truppe der Freiwilligen Feuerwehr in der Neubrandenburger Oststadt verlangt endlich Gewissheit über ihre Zukunft.

Den Feuerwehrleuten der Neubrandenburger Oststadt brennt eine ungewisse Zukunft auf den Nägeln. „Die Gerüchteküche brodelt“, stellt Wehrführer Thomas Schlack genervt fest und spricht aus, was alle denken: Warum wird die schon lange angekündigte Brandschutzbedarfsplanung der Stadt Neubrandenburg immer wieder aufgeschoben? Immer wieder geistere umher, dass der Standort der Feuerwehr in der Oststadt nicht notwendig sei und die zwei Freiwilligen Wehren der Stadt zu einer zusammen geschlossen werden.

„Als wir das zum ersten Mal hörten, war das wie ein Schlag ins Gesicht“, beschreibt Thomas Schlack das Gefühlsleben seiner Leute. Nach der Überzeugung des Wehrführers benötige eine Stadt wie Neubrandenburg neben der Berufsfeuerwehr auch zwei Freiwillige Wehren. „Manchmal ist es doch so gewesen“, streichelt der Wehrführen die Seelen seiner Kameraden, „dass wir bei Einsätzen schneller vor Ort waren als die Kollegen der Berufsfeuerwehr.“

Zehn Minuten nach der Alarmierung garantiere die Oststadt-Wehr das Ausrücken mit acht Mitgliedern, so Schlack ganz stolz. „Und sollte jetzt ernsthaft aus finanziellen Gründen über die Abschaffung unserer Wehr nachgedacht werden, so muss man fragen, was der Stadt die Sicherheit ihrer Bürger wert ist“, setzte der Wehrführer noch einen drauf. „Wir wollen helfen – man muss uns nur weiter lassen.“ Das Damoklesschwert der Zentralisierung lasse alle schlecht schlafen und sei wie ein böser Traum. Der Wehrführer sagte voraus, bei einer ­Schließung des Standortes Oststadt würde wohl ein großer Teil der Kameraden die ehrenamtlichen Brocken hinwerfen.