Nach 52 aktiven Dienstjahren in Altentreptows Feuerwehr wurde Wolfgang Kopperschmidt  verabschiedet, dabei kamen auch einige a
Nach 52 aktiven Dienstjahren in Altentreptows Feuerwehr wurde Wolfgang Kopperschmidt verabschiedet, dabei kamen auch einige alte Fahrzeuge zum Einsatz, unter anderem dieser Barkas. Felix Gadewolz
Auf Kopperschmidts ehemaligem Einsatzhelm hatten bereits alle Kameradinnen und Kameraden unterschrieben. Er wird nun das Wohnz
Auf Kopperschmidts ehemaligem Einsatzhelm hatten bereits alle Kameradinnen und Kameraden unterschrieben. Er wird nun das Wohnzimmer des 67-Jährigen schmücken. Felix Gadewolz
Zum Abschied musste der 67-Jährige noch einmal mit mehreren Aufgaben zeigen, was in ihm steckt.
Zum Abschied musste der 67-Jährige noch einmal mit mehreren Aufgaben zeigen, was in ihm steckt. Felix Gadewolz
Am Großen Stein waren unter anderem seine Knotenkünste gefordert.
Am Großen Stein waren unter anderem seine Knotenkünste gefordert. Felix Gadewolz
Ehrenamt

▶ Feuerwehrmann wird mit Tag voller Überraschungen aus Dienst verabschiedet

Nach 52 Jahren in der Feuerwehr Altentreptow ist Wolfgang Kopperschmidt aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Das ging aber nicht einfach so.
Altentreptow

Mit einer besonderen Überraschung haben die Mitglieder der Feuerwehr Altentreptow einen Kameraden verabschiedet. Wolfgang Kopperschmidt ist als ehemaliger Gerätewart und Wertungsrichter bei Wettkämpfen jedem bekannt. Nach nunmehr 52 aktiven Dienstjahren in der Feuerwehr wechselt der 67-jährige Altentreptower in die Ehrenabteilung.

 

Ein Helm, der Geschichte erzählen kann

Schon Wochen vorher hatte man alles vorbereitet, auch alte Feuerwehrfahrzeuge dafür organisiert. Kopperschmidt sollte natürlich nichts merken. So war er auch ziemlich überrascht, als nach dem Mittag ein Barkas 1000 auftauchte, um ihn abzuholen. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr Golchen bereitgestellt. Dort war es bis 2006 im Einsatz. Kopperschmidt kennt solche Fahrzeuge noch, zum Teil hat er sie selbst gefahren.

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Angekommen am Gerätehaus der Feuerwehr Altentreptow, standen mehr als 40 Kameraden bereits Spalier, darunter auch Mitglieder der Feuerwehren aus Golchen, Wildberg, Tetzleben, Werder-Kölln und Pinnow. Den Tränen nahe, hatte so mancher auch kleine Präsente und persönliche Worte vorbereitet. Das schönste Geschenk war Kopperschmidts ehemaliger Einsatzhelm. Auf diesem hatten bereits alle Kameradinnen und Kameraden unterschrieben. Er wird nun das Wohnzimmer des 67-Jährigen mit guter Erinnerung schmücken.

Ein altes Fahrrad und ein noch älteres Auto

Doch damit wollten die Mitglieder der Feuerwehr ihren verdienten Kameraden noch längst nicht gehen lassen. Man hatte bereits vorab drei Spiele vorbereitet. So musste der 67-jährige Gerätewart die passende Nuss auf insgesamt 9 Bolzen stecken. Für jeden Fehler gab es einen Kurzen. Nach Erfüllung der ersten Aufgabe hatte man Wolfgang sein Dienstfahrzeug übergeben, ein altes Fahrrad. Fahren durfte er aber nicht, immerhin hatte er schon Alkohol getrunken.

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Für seine weiteren Aufgaben benötigte Wolfgang passende Einsatzbekleidung und ein Fahrzeug. Die Kameradinnen und Kameraden halfen kurzerhand mit einer historischen Uniform aus. Ein Fahrzeug fehlte trotzdem noch. Hier kam die nächste Überraschung: Die Feuerwehr Torgelow hatte für diesen besonderen Anlass einen alten G5 bereitgestellt. Mit diesem Fahrzeug wurde Wolfgang dann zum Treptower Wahrzeichen, dem großen Stein gefahren. Hier musste sich der 67-Jährige im Knoten beweisen. Als ehemaliger Wertungsrichter sollte er davon Ahnung haben. Nachdem auch diese Aufgabe gelöst wurde, ging es zur letzten Station.

Nach den Aufgaben ging es zur Party ins Gerätehaus

Auf dem Altentreptower Marktplatz musste Kopperschmidt noch ein Feuer löschen, natürlich aber kein echtes. Mit Eimer und Kübelspritze ging es los, das Wasser holte er aus einem Brunnen. Umgeben von Jubelrufen seiner Kameradinnen und Kameraden konnte der 67-Jährige dann auch diese letzte Aufgabe lösen.

Im Anschluss ging es zum Gerätehaus zurück, wo bis in die Nacht die ehrenhafte Verabschiedung des 67-Jährigen gefeiert wurde. Kopperschmidt war stark berührt und bedankte sich für diesen wundervollen Tag.

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