Der Name der Stadt Nazareth und die Fahne des Staates Israel wurden aus dem Willkommensbanner an der B 96 herausgetrennt.
Der Name der Stadt Nazareth und die Fahne des Staates Israel wurden aus dem Willkommensbanner an der B 96 herausgetrennt. Mirko Hertrich
Antisemitismus?

Flagge Israels aus Neubrandenburger Stadtbanner geschnitten

Unbekannte haben von einem Werbebanner der Stadt den Namen der Partnerstadt Nazareth und die israelische Flagge ausgeschnitten und entfernt. Bürgermeister Witt verurteilte die Tat.
Neubrandenburg

Aus möglicherweise fremdenfeindlichen Gründen haben Unbekannte das Willkommens-Banner der Stadt am Ortseingang aus Richtung Neustrelitz beschädigt. Auf dem Banner an der Bundesstraße 96 seien der Schriftzug der Partnerstadt Nazareth und die Flagge Israels herausgetrennt worden, teilte die Stadt am Montag mit. In der vergangenen Woche hätten aufmerksame Bürger der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass das Banner offensichtlich mutwillig zerstört worden sei. Mit diesem Banner werden Gäste und Einheimische begrüßt und die neun Partnerstädte Neubrandenburgs dargestellt.

Die Stadtverwaltung hat daraufhin nach eigenen Angaben noch Ende der vergangenen Woche Anzeige bei der Polizei erstattet. Nazareth ist seit 1998 Partnerstadt von Neubrandenburg – die einzige offizielle Städtepartnerschaft, die Nazareth unterhält. Die Stadt liegt im Norden von Israel und wird sowohl von Juden, arabischen Christen und Muslimen bewohnt.

Witt: Städtepartnerschaft bedeut uns viel

Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte, „leider kann man davon ausgehen, dass es sich bei dieser Tat möglicherweise um einen antisemitischen oder einen ausländerfeindlichen Akt gegen die muslimische Bevölkerung handelt”. Neubrandenburg verurteile Angriffe auf den Staat Israel „unabhängig davon, welcher Konfession die Bevölkerung angehört”. „Unsere Städtepartnerschaft bedeutet uns sehr viel und wir pflegen sie.” Gerade der Austausch von Kommunen untereinander trage zur Verständigung von Menschen unterschiedlicher Kulturen bei. Das Banner wird laut Stadt nun so schnell wie möglich erneuert.

 

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