Diese Bombe hat Rosenow einen Tag in Atem gehalten. Jetzt ist sie entschärft.
Diese Bombe hat Rosenow einen Tag in Atem gehalten. Jetzt ist sie entschärft. Tobias Holtz
Einer der Zünder der unschädlich gemachten Weltkriegsbombe in Rosenow.
Einer der Zünder der unschädlich gemachten Weltkriegsbombe in Rosenow. In der Kiste befindet sich Spezialwerkzeug des Munitionsbergungsdienstes. Tobias Holtz
Experte Gerd Tiedt und sein Kollege vom Munitionsbergungsdienst MV in Mirow hatten die Entschärfung sorgfältig vorbereitet.
Experte Gerd Tiedt und sein Kollege vom Munitionsbergungsdienst MV in Mirow hatten die Entschärfung sorgfältig vorbereitet. Tobias Holtz
Nach Evakuierung

▶ Fliegerbombe von Rosenow erfolgreich entschärft

Ein ganzes Dorf wurde geräumt, um ganz sicher zu gehen. Am Dienstagnachmittag konnte die 100 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe schließlich unscharf gemacht werden.
Rosenow

Kurz nach 14 Uhr konnte man um Rosenow einen dumpfen Knall hören. Puff! Dann war es schon vorbei: Die 100 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe, die mehr als 70 Jahre unentdeckt auf einem Grundstück nahe der B104 gelegen hatte, wurde durch den Munitionsbergungsdienst unschädlich gemacht.

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Gesprengt wurden die Überreste der Bombe, die offenbar zu Beständen der sowjetischen Armee gehört hatte, aber nicht direkt auf dem Grundstück. Das alte Kampfmittel wurde rund 100 Meter entfernt in einem Erdloch gezielt gesprengt.

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B104-Sperrung wieder aufgehoben

Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte, brauchte Sprengmeister Gerd Tiedt vom Munitionsbergungsdienst Mirow etwa 20 Minuten, um den Zünder aus der Zwei-Zentner-Bombe sowjetischer Bauart zu entfernen. Die Einwohner des Dorfs waren zur Sicherheit evakuiert worden.

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Sach- oder Personenschäden wurden nicht gemeldet. Die Evakuierungsmaßnahmen sowie die Sperrung der Bundesstraße 104 seien wieder aufgehoben.

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Der Blindgänger war am Sonntag bei Erdarbeiten entdeckt worden. Grundstücksbesitzer wollten eigentlich einen Zaun bauen und gruben eine ehemalige Einfahrt auf, wo in etwa 50 Zentimetern Tiefe das explosive Geschoss auftauchte. Am frühen Nachmittag hatten alle Einwohner des Dorfes ihre Häuser verlassen müssen, darunter waren auch eine Schule und eine Kita, die geräumt wurden.

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Gerade vor Kurzem hatte der Munitionsbergungsdienst in der Seenplatte schon einmal eine gefährliche Bombe entschärfen müssen. Dort war auf dem Bundeswehr-Materialdepot in Rechlin eine Fliegerbombe unschädlich gemacht worden.

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