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Ausgebüchster Muntjak liefert oscarreife Nummer

Muntjak-Männchen Forrest Gump macht seinem namen alle Ehre.
Muntjak-Männchen Forrest Gump macht seinem namen alle Ehre.
Schumann

Seit einer Woche ist Muntjak-Mann Forrest Gump schon auf der Flucht. Jetzt wurde er in Salow gesichtet. Doch auch eine Betäubung konnte ihm nichts anhaben. Forrest Gump läuft und läuft und läuft.

Forrest Gump ist schlau und mutig und wild. Bis in die späten Mittwochabendstunden haben Tierpark-Mitarbeiter und eine Tierärztin versucht, das Muntjak-Männchen in Salow einzufangen. Salower hatten sich beim Tierpark in Burg Stargard gemeldet und von ihrer Entdeckung berichtet.

Vor gut einer Woche ist der Muntjak aus dem Tierpark geflohen. Radlader- und Sägenlärm hatten das Tier aufgeschreckt und es ist mit Leichtigkeit über eine 1,50 Meter hohe Hecke gesprungen. Anfänglich hielt sich Forrest Gump in Sponholz oder auch in Quastenberg auf.

Einfangen ist sehr schwierig

Und der Mini-Hirsch macht seinem Namen alle Ehre. Denn Forrest Gump ist die Hauptfigur des gleichnamigen Films mit Schauspieler Tom Hanks, der rennend eine große Distanz über alle Jahreszeiten hinweg zurücklegte. Niemand konnte ihn aufhalten und letztlich schlossen sich ihm auch viele Läufer an. Der Film aus dem Jahr 1994 erhielt sechs Oscars.

Der Forrest Gump von Burg Stargard hat es nun nach Salow geschafft. Und dorthin rückten die Tierpark-Mitarbeiter an, im Gepäck eine Betäubung, die auch ihr Ziel traf. „Und dann haben wir gewartet, dass er sich hinlegt“, berichtet Tierparkleiterin Karin Voß im Gespräch mit dem Nordkurier. Aber Forrest Gump dachte gar nicht daran. Womöglich war der Adrenalinpegel in seinem Körper derart hoch, dass ihm die Betäubung nichts ausmachte – und er haute wieder ab. Dass er jedoch Anschluss in der Tierwelt findet, ist unwahrscheinlich. Stargards Forrest Gump ist ein Einzelgänger, obwohl sich viele Nordkurier-Leser, auch auf Facebook, für seine Flucht interessieren.

Vor Tierpark-Mitarbeitern flieht er

„Wir haben die Suche in Salow erst einmal aufgegeben“, so Karin Voß. Es sei am Mittwoch einfach zu dunkel gewesen – „wir liefen schon mit Taschenlampen herum“, so Karin Voß. Man warte jetzt, dass er sich irgendwo niederlässt, wo die Mitarbeiter ihn einfangen können. „Einige Leute habe berichtet, dass sie bis auf einen Meter an ihn herangekommen sind“, schildert sie. Solange der Mini-Hirsch auch keine Gefahr wittert, sei er zutraulich, aber wehe, wenn die Tierpark-Mitarbeiter auf der Bildfläche erscheinen! Da macht der kleine Kerl die Biege.

Jetzt hoffen alle, dass er doch irgendwann auf eine geschlossene Fläche gelangt, die nur einen Fluchtweg biete, den man bewachen könne, so Karin Voß. Dann stiegen die Chancen, ihn zu fassen. Bis dahin hält ein Mini-Hirsch die Region in Atem und lässt sie ebenso mitfiebern. Auch der hiesige Forrest Gump liefert bisher also eine oscarreife Vorstellung.

Wer Hinweise zum Verbleib des kleinen Hirsches geben kann, meldet sich bitte bei den Tierpark-Mitarbeitern unter:0171 3377183.

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