Un einen Vertrag mit einen Telefonanbieter gibt es in Altentreptow großen Ärger. 
Un einen Vertrag mit einen Telefonanbieter gibt es in Altentreptow großen Ärger.  Friso Gentsch
Fataler Fehler bei Vodafone

Frau fühlt sich von Telefonanbieter betrogen

Eine Altentreptowerin soll eine Telefonrechnung zahlen, obwohl sie hierfür gar keinen Vertrag abgeschlossen hat. Die Polizei ermittelt nun wegen des Betrugverdachts – gleich in mehreren Fällen.
Altentreptow

Elke L. ist total aufgebracht als sie zum Telefonhörer greift. Sie ruft die Nordkurier-Redaktion in Altentreptow an. Denn sie findet, dass man ihr ganz übel mitgespielt hat. „So etwas Schlimmes habe ich noch nie erlebt“, sagt die Frau. Und allein durch den Anruf von Elke L. und die daraufhin gestarteten Nordkurier-Recherchen ist klar: In Altentreptow ermittelt die Polizei in mindestens vier Fällen wegen Betrugverdachts.

Ende April war der Altentreptowerin eine Rechnung des Telefonanbieters Vodafone ins Haus geflattert. Für die Monate Februar bis Anfang Mai sollte sie 300 Euro berappen. Der Haken: Elke L. hatte hierfür gar keinen neuen Handy-Vertrag abgeschlossen. „Ich bin sofort zum Vodafone-Shop in die Brandenburger Straße und habe deswegen auf den Busch geklopft“, berichtet sie. Dort habe man behauptet, dass ihr bei ihrem letzten Besuch im Shop der besagte Vertrag „doch so gut gefallen hat“. „Das stimmt“, sagt Elke L., aber unterschrieben habe sie nichts. Doch der Vertragsabschluss war auf den 27. Februar datiert.

Konsequenzen gezogen

Auch Nachfragen bei der Kundenhotline des Telefonriesens brachten sie nicht viel weiter. Immerhin, soll der Vertrag gekündigt worden sein. Aber Elke L. ließ das keine Ruhe. Was ist mit der Forderung über 300 Euro und hat sie jetzt tatsächlich Ruhe? Sie wollte diesen ominösen Vertrag sehen und hat noch einmal in der Brandenburger Straße vorbei geschaut. Die Angestellte vor Ort soll auch freundlich gewesen sein, aber ein Mann im Hintergrund sei „komplett ausgerastet“. „Er hat mich und meine Bekannte angebrüllt und uns hinausgeschmissen“, empört sie sich über die Unfreundlichkeit. „So kann man doch nicht mit Kunden umgehen“, sagt sie. Was ist da nur los?

Eine Mitarbeiterin, die noch im Frühjahr beim Shop angestellt war, soll eigenmächtig Verträge über Kunden abgeschlossen haben, obwohl diese zu keinem Zeitpunkt ihr schriftliches Einverständnis gegeben hatten. So heißt es vom Unternehmen in Altentreptow und auch von Christian Rapp, Leiter für Kommunikation beim Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, auf Nachfrage. Und auch die Polizei bestätigt: In vier Fällen werde derzeit wegen des Betrugsvorwurfs ermittelt, sagt Pressesprecherin Karen Lütge.

Der Fachhändler in Altentreptow und auch Vodafone haben indes ihre Konsequenzen gezogen, wie sie erklären. Die Mitarbeiterin sei im Mai entlassen worden.

zur Homepage