In Fünfeichen hat am Donnerstag ein Mann mit einem Messer eine stundenlangen Polizeieinsatz ausgelöst.
In Fünfeichen hat am Donnerstag ein Mann mit einem Messer eine stundenlangen Polizeieinsatz ausgelöst. © vchalup - stock.adobe.com
Verhaftung

Frau mit Messer bedroht – SEK-Einsatz in Fünfeichen

In Fünfeichen hat ein 28-Jähriger eine Nachbarin mit einem Messer bedroht und sich anschließend in seiner Wohnung verschanzt. Letztlich drang das SEK mit Gewalt zu dem Mann vor.
Fünfeichen

Am Tag vor Heiligabend kontaktierte eine 38-jährige Frau gegen 14.30 Uhr das Polizeihauptrevier in Neubrandenburg und teilte mit, soeben von ihrem Nachbarn mit einem Messer bedroht worden zu sein. Sowohl sie als auch der 28-jährige Mann befänden sich gegenwärtig in ihren Wohnungen.

Wie die Polizei in der Nacht berichtete, begaben sich Beamte unverzüglich zu der Wohnanschrift im Stadtteil Fünfeichen und nahmen zu beiden Parteien Kontakt auf. Den Polizisten sagte die Frau, dass der Mann bei ihr vor der Tür gestanden und sie unter Vorhalt eines Messers bedroht hatte. Weder auf Klingeln noch auf Klopfen reagierte der Tatverdächtige. Den Einsatzkräften zeigte er sich jedoch am Fenster, wobei auch das von der Frau erwähnte Messer zu erkennen war.

SEK nimmt Tatverdächtigen in Gewahrsam

Aufgrund vorhergehender Vorfälle, der latenten Gefahr für die Frau sowie einer möglichen Gefahr für den Mann selbst, wurden im weiteren Verlauf Spezialkräfte der Polizei angefordert und zum Einsatz gebracht. Wiederholt wurde versucht, auf verschiedenen Wegen zu dem Mann Kontakt aufzunehmen. Da er hierauf nicht reagierte, drangen Beamte des Spezialeinsatzkommandos gewaltsam in dessen Wohnung ein und nahmen ihn in Gewahrsam. Ein bereits vor Ort befindlicher Rettungswagen brachte den 28-Jährigen zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung werden durch das Kriminalkommissariat Neubrandenburg geführt, teilte die Polizei weiter mit. Bei allen beteiligten Personen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige. Inwieweit der Konsum von Rauschmitteln bei der Tatbegehung eine Rolle spielte, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

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