EINWOHNERVERSAMMLUNG

Friedländer streiten über Hühnerställe und erneuerbare Energien

Friedlands Einwohner diskutieren am Mittwochabend über Hühnerställe und erneuerbare Energien. Die Bürgerinitiative ist schon vorher unzufrieden.
Die Begehung der Flächen durch die Fraktion von Linke/SPD stieß bereits auf reges Interesse.
Die Begehung der Flächen durch die Fraktion von Linke/SPD stieß bereits auf reges Interesse. Tim Prahle
Die künftige Nutzung der Grünflächen stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Friedland als Standort von Windr&au
Die künftige Nutzung der Grünflächen stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Friedland als Standort von Windrädern und Co. Tim Prahle
Friedland.

Rund vier Monate nach einer denkwürdigen und turbulenten Stadtvertretersitzung findet in Friedland am Mittwochabend um 19 Uhr im Saal des Volkshauses eine Einwohnerversammlung statt. Dabei wird es nicht nur um eine neue Legehennenanlage, sondern auch um Friedland als Standort für regenerative Energien gehen.

Der erste Teil der Einwohnerversammlung ist bereits klar strukturiert: Kämmerin Undine Wölk gibt Einblick in die Stadtfinanzen und was Hühnerställe und Co. der klammen Stadtkasse bringen könnten. Bauamtsleiterin Anna Sehlke informiert über den Stand der Dinge aus baulicher Sicht. Zudem werden ein Vertreter des Investors und Christoph von Kaufmann, der sich als Leiter des Amtes für Raumordnung und Landesplanung unter anderem regelmäßig mit dem Für und Wieder von Windeignungsgebieten befasst, sprechen.

Unter Hühnerstall-Gegnern heißt es, die Verwaltung wolle die Einwohner erst mürbe reden, bevor diese mit Fragen dran sind. Dem widerspricht Bürgermeister Block. „Wir haben für beide Teile eine Dreiviertelstunde angesetzt und den Versammlungsleiter angewiesen, beide Teile minutengenau gleich lang zu halten.“

Große Aufgabe für den Versammlungsleiter

Denn auch die in einer Bürgerinitative zusammengeschlossenen Gegner haben Einiges vorzutragen, wie Gabriele Bodi sagt. „Wir haben uns im Vorfeld abgestimmt und es werden mehrere Personen die Argumente gegen die Bebauung darlegen“, sagt sie. Das würde einem strukturierten Ablauf sicherlich entgegenkommen.

Denn beim bisher einzigen Aufeinandertreffen von Verwaltung und Hühnerstall-Gegnern waren noch viele argumentative Doppelungen und eben auch hochgekochte Emotionen zu vernehmen. „Der Versammlungsleiter hat dafür Sorge zu tragen, dass es gesittet abläuft“, erläutert Bürgermeister Block. Wer die Versammlung leiten wird, wollte er allerdings noch nicht verraten. Doch die Aufgabe des Unbenannten wird wohl zweifellos eine ganz große werden.

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