IMPFEN

Friedland lädt Mittwochnachmittag zum spontanen Impftag

Ein Überschuss an Impfdosen hat Friedland einen spontanen zweiten Impftag beschert. Mittwochnachmittag gibt es los. Ein Konzept mit Zukunft?
Vor dem Friedländer Volkshaus wird die Schlange immer länger. Spontan wurden die über 70-Jährigen zum Impftag gerufen. Auch ohne Termin.
Vor dem Friedländer Volkshaus wird die Schlange immer länger. Spontan wurden die über 70-Jährigen zum Impftag gerufen. Auch ohne Termin. Tim Prahle
Ingrid und Wilfried Wegner kamen wegen der spontanen Möglichkeit extra aus Greifswald angereist, ließen sich von der Ärztin Monique Salchow-Gille impfen. „Wir sind froh, dass wir das alles gemeinsam machen können“, zeigten sie sich erfreut.
Ingrid und Wilfried Wegner kamen wegen der spontanen Möglichkeit extra aus Greifswald angereist, ließen sich von der Ärztin Monique Salchow-Gille impfen. „Wir sind froh, dass wir das alles gemeinsam machen können“, zeigten sie sich erfreut. Tim Prahle
Die Verwaltung, die Feuerwehr, Ärzte und Apotheke der Stadt arbeiten hier alle zusammen.
Die Verwaltung, die Feuerwehr, Ärzte und Apotheke der Stadt arbeiten hier alle zusammen. Tim Prahle
Friedland ·

Im Friedländer Volkshaus findet an diesem Mittwoch der zweite Impftag statt. In einer spontanen Aktion werden am Mittwochnachmittag von 16 bis 20 Uhr noch einmal 240 Menschen geimpft – und das größtenteils spontan und ohne Terminvergabe. „Der Impfstoff ist noch vom vergangenen Wochenende übrig gewesen”, erklärte der Impfstoffmanager des Landkreises, Sebastian Buse.

Von 16 bis 20 Uhr wird geimpft

Man gehe fest davon aus, dass die 240 Impfdosen verbraucht werden, sagten Friedlands Bürgermeister Wilfried Block und Kreis-Impfmanager Sebastian Buse. Die Freiwillige Feuerwehr Salow steht den Friedländern zur Seite, auch die Bibliothek samt Sitzmöglichkeit werde für die Wartezeit wieder geöffnet. Von 16 bis 20 Uhr ist der Impftag angesetzt. „Wir werden das künftig auch in vielen anderen Bereichen des Landkreises machen”, kündigte Sebastian Buse an.

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Insgesamt 2700 Impfungen hatte der Landkreis bei den ersten Impftagen dezentral in vielen kleineren Kommunen durchführen lassen, allein in Friedland wurden 600 Menschen versorgt. Doch es blieben 240 Dosen des Herstellers Biontech übrig. Diese müssen innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht werden. „Deswegen haben wir das in Friedland kurzfristig aus dem Boden gestampft. Denn in den beiden Impfzentren in Waren und Trollenhagen war schon alles mit Terminen voll”, sagte Buse. Außerdem kamen noch einmal 120 Dosen hinzu.

Jede Menge Impfwillige

Dort ist das Volkshaus noch voll präpariert, zudem haben die Friedländer rund um die Ärztin Monique Salchow-Gille, die Freiwillige Feuerwehr und die Verwaltung eine besonders hohe Bereitschaft beim Impfen gezeigt. Einzig die Impfhotline des Landes kam bei diesem Tempo nicht ganz so schnell hinterher. Das brauche immer etwas Vorlauf, erläutert der Impfmanager.

So kamen für die spontane Aktion in Friedland zunächst nicht einmal 20 offizielle Termine zusammen. „Wir haben am Dienstagabend Order bekommen, dass wir danach auch ohne Termin impfen dürfen”, sagt Friedlands Bürgermeister Wilfried Block (parteilos).

Ärztin Salchow-Gille gab der Verwaltung eine lange Liste, diese stellte extra einen Mitarbeiter ab, der Menschen aus der Priorisierungsgruppe 2, genauer Einwohner über 70 und chronisch Kranke den ganzen Mittwoch lang anrief. Auch in den Gemeinden Galenbeck und Datzetal verbreitete sich die spontane Impfmöglichkeit wie ein Lauffeuer.

Dieser Text wurde am 31. März 2021 um 16.19 Uhr aktualisiert.

 

 

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