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Friedland sagt plötzlich Nein zu Ortsumgehung

Nicht nur Lkw rumpelten jahrelang durch Friedlands Innenstadt und nervten die Anwohner. Abhilfe sollte die Umfahrung des Stadtzentrums bringen. Das jedenfalls entschieden die Stadtvertreter Anfang der 1990er Jahre. Jetzt ist aber alles ganz anders.

Bis der Kreisel fertig gebaut ist, regelt noch eine Ampel den Verkehr am Anklamer Tor in Friedland.
Bärbel Gudat Bis der Kreisel fertig gebaut ist, regelt noch eine Ampel den Verkehr am Anklamer Tor in Friedland.

Die Ortsumgehung von Friedland ist ganz offiziell vom Tisch. Das bestätigte jetzt Bürgermeister Wilfried Block. Für das Vorhaben hatten sich die Stadtvertreter noch Anfang der 1990er Jahr ausgesprochen. Hintergrund war der damals schlechte Zustand der Bundesstraße 197 in Friedlands Mitte, die teilweise noch gepflastert war.

Inzwischen wurde und wird die Straße seit 2003 abschnittsweise saniert. Mit dem dritten und letzten Bauabschnitt wird der Ausbau abgeschlossen. Damit habe sich die Qualität der Ortsdurchfahrt verbessert, sodass der Bau einer Ortsumgehung nicht mehr notwendig ist. Im Verkehrswegeplan des Bundes war das Projekt ohnehin immer weiter nach hinten gerückt worden. Die Stadtvertretung hat deshalb noch einmal darüber befunden und sich sozusagen ganz offiziell von so einer Ortsumgehung verabschiedet.