CSD-WOCHE

Am Neubrandenburger Bahnhof wird Regenbogenfahne gehisst

Eine Woche lang feiern die Vereine queerNB und Queer-Strelitz in Neubrandenburg den Christopher Street Day mit vielen Veranstaltungen. Bei der großen Abschlussparade kommen Trucks aus ganz MV, allerdings gibt es ein Problem.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Die Regenbogenfahne wird am Sonnabend auch vor dem Neubrandenburger Bahnhof gehisst (Symbolfoto).
Die Regenbogenfahne wird am Sonnabend auch vor dem Neubrandenburger Bahnhof gehisst (Symbolfoto). Wolfgang Kumm
Neubrandenburg.

Die Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) in Neubrandenburg stehen urplötzlich vor einem großen Problem – so groß wie ein Truck: Der fehlt ihnen nämlich für die Parade, mit der am Sonnabend, dem 24. August, die CSD-Woche gekrönt werden soll.

Bei Autovermietungen in Neubrandenburg seien Lkw mit Plane nicht (mehr) im Sortiment, berichtet der Verein queerNB. „Händeringend“ hoffen die Organisatoren daher auf Unterstützung von Unternehmen oder Vereinen, die einen 7,5-Tonner, möglicherweise auch ein etwas kleineres Fahrzeug mit offener Ladefläche vermieten können.

Andacht, Film, Lesung und Kranzniederlegung

Der Verein, der sich für die Belange von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern einsetzt, plant gemeinsam mit dem Neustrelitzer Pendant Queer-Strelitz eine CSD-Woche vom 19. bis zum 24. August. Zuvor will Oberbürgermeister Silvio Witt bereits am 17. August um 16 Uhr am Bahnhof die Regenbogenflagge als Symbol der „queeren“ Bewegung hissen.

Geplant sind in der nächsten Woche dann unter anderem eine Andacht in der Friedenskirche, die Filmaufführung „Stonewall“ beim Verein Rosa-Lila, eine Lesung im Standesamt und eine Kranzniederlegung am Frauenehrenmal. Am 24. August schließlich soll eine farbenfrohe Demonstration vom Busbahnhof durch das Jahnviertel und die Innenstadt zum Friedländer Tor führen. Erwartet werden dazu auch Trucks von der SPDqueer MV, dem Schweriner „Klub Einblick“, der Awo Neubrandenburg und dem CSD Rostock.

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Kommentare (12)

Eins vorab ich bin dafür das jeder das tun und denken darf was mit dem deutschen gesetz vereinbar ist. Schwule und leseben und Transgender gab es schon immer.
Was mir aber gewaltig auf den Nerv geht ist dieses extreme Publik machen! Die Heteros wollen doch auch nicht einmal im Jahr eine Parade und leben ihr leben ohne anderen ihre meinung auf drücken zu wollen(sicher gibt es wenige ausnahmen).
Wem und was wollt ihr mit euren Aktionen beweisen? Ihr wollt doch kein mittleid dafür das ihr seit und denk wie ihr es für richtig haltet. Verstehe den sin einfach nicht. Jeder Mensch weiss das es euch gibt!
Vieleicht sollten die Heteros Künftig auf einmal im Jahr eine Demo machen mit einer vieleicht schwarz weißen flagge. Diese fürde das denken sehr gut wiederspiegeln.

Noch haben wir in unserer Gesellschaft keine Gleichberechtigung. Homos müssen ja auch den Anblick von überbordender Heten Sexualität ertragen. Ich finde die Sexualisierung insgesamt sehr ungesund. Wenn ein schwules Paar wild knutschend in der U-Bahn sitzt, finde ich das genauso aufdringlich und störend wie bei einem heterosexuellen Paar. Solange "Schwuchtel" auf deutschen Schulhöfen, Sportplätzen usw ein Schimpwort ist, brauchen wir den CSD als friedlichen Protest.
Abgesehen davon, empfehle ich jedem, einfach mal den CSD zu besuchen und ein Glas Sekt mit zutrinken...macht wirklich Spaß und man trifft witzige, interessante Mensch...

einer Stadt mit ca. 62.000 Einwohnern (1990 noch 90.000), gibt es acht LGBT-Vereine, die alle mit hart erarbeiteten Steuergeldern großzügig "unterstützt" werden. Zu Ost-Zeiten (also vor 1990) gab es allerhöchstens 4-5 Nicht-Heteros im ganzen Bezirk Neubrandenburg mit seinen damals ca. 500.000 Einwohnern, so meine Schätzung. Und hätte sich der Herr Oberbürgermeister schon vor! der Wahl "geoutet", wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein anderer Kandidat heute Oberbürgermeister.

Der Anteil Homosexueller in der Gesellschaft ist seit Jahrhunderten stabil! Auch in der DDR. Das Outing und der Umgang der Gesellschaft ist einfach besser geworden.

Klingt jetzt vieleicht einfach weit hergeholt. Wenn Unsere vorfahren in ihren Höhlen sich nur gleich geschlechtlich vergnügt hätten würde es uns heute nicht geben. Genauso wenn sie sich nur Pflanzlich ernährt hätten so wie es heutzutage macher Veganer sich von der Menschheit wünschen würde. Sicher gab es auch in der Priematenwelt gleichgeschlechtliche Liebschaften aber heut zu Tage entwickelt sich das eher immer mehr zu Mode damit man etwas besonderes ist . So ist es zumindestens mein empfinden.

Ich habe selten so gelacht. Trendgerechtes ausleben der Sexualität also. Wie geil ist das denn? Einige hier scheinen echt aus dem Mittelalter zu kommen und glauben augenscheinlich bis heute an Hexerei. Ein schönes Beispiel für schwarz-weiß Denken in unserer Gesellschaft.

Ich persönlich glaube, dass die Gesellschaft in großem Maße toleranter gegenüber Neuem geworden ist, auch wenn dies vielen Patrioten, Verschwörungstheoretikern usw. nicht in ihr geistig begrenztes Weltbild passt. Soll jeder leben wie er mag, natürlich entsprechend der Gesetze in unserer freiheitlichen Ordnung. Und störend finde ich nur, übetriebenes Ausleben von Sexualität in der Öffentlichkeit. Da ist es mir egal ob Hetero, Schule oder Lesben dies tun.

Es soll jeder machen wie er möchte. Früher wurde einen das ganze aber nicht so aus das auge gedrück! Genau das ist es was mich im eigentlichen Stört. Hoffe der CSD in NB läuft nicht ab wie im Großen vorbild mit Nackten die durch die straßen flanieren. Ich bin wirklich der letzte der etwas gegen anders denken hat aber man sollte die gedanken im kopf lassen oder in den eigenen 4 Wänden

Aber auf den CSD wird doch unter Anderen Sexualität öffentlich ausgelebt. (Ich hoffe ich muss diese Aussage nicht beweisen) Damit müssten sie auch diese Veranstaltung ablehnen.

Ich habe leider keinerlei statistische Daten zur "Ausbreitung" der Homosexualität in Bezug zur Zeit gefunden. Jedoch gibt es Länder in den sie mehr und welche in den sie weniger verbreitet ist. Deutschland hat mit 7,3 % den höchsten Anteil.
Ausserdem identifizieren sich vor allem junge Menschen (14-29 Jahre) mit LGBT. Da ist der Anteil bei 11 Prozent. Das heißt, wenn diese Menschen bei ihren Entschluß bleiben homosexuell zu sein, dann kann man schon von einer Ausbreitung reden.

daß es auf dem CSD vorrangig um das ausleben von Sexualität geht. Das passiert sicherlich auch, gerade auf den grossen in Berlin oder Köln. Ich glaube bei jedem Karneval oder Münchner Wiesen sieht man genauso das sich Menschen in der Öffentlichkeit sexuell ausleben. Das würde ich nicht als Alleinstellungsmerkmal für den CSD werten.
Der CSD ist ein Demonstration für die Rechte von homosexuellen Menschen. Ganz einfach. Und das passiert friedlich laut und bunt...
Und Zahlen sind glaube ich, sehr schwer zu erheben. Wenn man Länder nimmt wie Russland, Saudi Arabien, Pakistan oder in Europa Polen und Irland, dann werden Sie dort nicht viele Menschen finden, die sich aus berechtigter Angst vor Repressionen outen.

Deutschland hat mit 7,3% den höchsten Anteil in Europa.

zeigt allen hier rennen wir wir sind homos lesben ect...ihr seit ja so sehr unterdrückt und werdet nicht für war genommen ihr seit einfach nur peinlich und hier in bunte republik teudschelant habt ihr doch nicht's zu befürchten aber macht auf euch aufmerksam ekelhaft
bei in russland polen ect gibt es mit dem stock
und viele von mama merkels goldstücke freuen sich auf so viel offenheit

Das ist ja ein lustiger Kauderwelsch:-)
Ein Glück für Sie, daß ich Ihre reaktionäre Denkweise mittlerweile kenne und ungefähr weiss, was Sie hier in den Äther schnauben...
Sie kleines Goldstück