Der Funkmast an der Bundesstraße thront über den Häusern in Broda.
Der Funkmast an der Bundesstraße thront über den Häusern in Broda. Jörg Franze
Crowdfunding-Kampagne gestartet

Funkmast-Gegner in Neubrandenburg geben nicht auf

Die umstrittene Sendeanlage in Neubrandenburg steht und arbeitet, aber die Bürgerinitiative will mit einer Klage dagegen vorgehen.
Neubrandenburg

Auch wenn der Funkmast in Neubrandenburg (Broda) steht und inzwischen in Betrieb ist: Die Bürgerinitiative „Bürger für Neubrandenburg“ will den Kampf gegen die Sendeeinrichtung noch nicht aufgeben. In einem in Broda verteilten Schreiben kündigen die Funkmast-Gegner um Wolfgang Kresse an, in einem Prozess klären lassen zu wollen, „ob die Mobilfunkanbieter tatsächlich das Recht haben, ungefragt unseren Außen- und Innenraum mit Hochfrequenzstrahlung zu belasten – weit über die vom Europarat empfohlenen Grenzwerte hinaus.“

Spenden sollen Klage finanzieren

In mehreren europäischen Ländern seien bereits Urteile zugunsten von Strahlungsgeschädigten gefällt worden, zudem gebe es neue Untersuchungen, die eine größere Vorsicht im Umgang mit Mobilfunk nahelegen würden. Insofern sehe man realistische Chancen für einen Erfolg der Klage. Allerdings muss dieses Vorhaben finanziert werden. Und dafür haben die Funkmast-Gegner eine Sammelaktion übers Internet gestartet, Crowdfunding genannt. Bis zum 3. September wollen die Aktivisten laut Angaben auf der Webseite 6714 Euro zusammentragen, am Donnerstag betrug der Stand 315 Euro.

Die Deutsche Telekom hatte den Mast vor einigen Wochen in Betrieb genommen. Nach Angaben des Magenta-Unternehmens sichert die Sendeanlage für 700 Haushalte in Broda sowie in Neuendorf den Zugang zum mobilen, schnellen Internet im Übertragungsmodus LTE (Long Term Evolution). Damit seien hohe Sprachqualität und schnelle Datenübertragung möglich.

Keine Einwände von der Stadt

Die Baugenehmigung für den Mast war nach ausgiebiger Prüfung von der Stadt Neubrandenburg erteilt worden. Gründe, diese zu versagen, hätten nicht vorgelegen, hieß es zur Begründung. Die Genehmigung für den Betrieb des Mobilfunkmastes sei von der Bundesnetzagentur erteilt worden, hieß es aus dem Rathaus.

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