BAUARBEITEN

Fuß- und Radweg im Neubrandenburger Kulturpark wochenlang dicht

Fußgänger und Radfahrer standen verdutzt an dem abgesperrten Weg im Kulturpark. Dort ist wochenlang kein Durchkommen. Es soll einen Behelfsfußgängerweg geben.
Der beliebte Weg in die Verlängerung des Windbergsweg ist wegen Bauarbeiten gesperrt.
Der beliebte Weg in die Verlängerung des Windbergsweg ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Mirko Hertrich
Neubrandenburg ·

An der Baustelle für den neuen Eingang zum Kulturpark in Neubrandenburg ist der Fuß- und Radweg in der Grünanlage für Passanten zu. Die Sperrung der Verlängerung des Windbergswegs sei kurzfristig wegen der Bauarbeiten notwendig geworden, sagte Rathaussprecherin Anett Seidel am Donnerstag auf Anfrage dem Nordkurier. Die Sperrung dauere bis zum 14. Juli. Es solle aber einen Behelfsfußgängerweg geben. Am Mittwochabend nach Einrichtung der Sperre wurden Fußgänger und Radfahrer über den Außenring des Friedrich-Engels-Rings umgeleitet.

Dorthin gelangten sie über einen abgegrenzten schmalen Weg zwischen Eispavillon und ehemaligem Haus der Deutsch-​Sowjetischen Freundschaft. Auch war es möglich, vom Windbergsweg aus Richtung Schwedenstraße in den Otto-Vitense-Weg abzubiegen und anderes herum, wenn man aus Richtung Lessingstraße und Sportgymnasium kam.

1,8 Millionen Euro für Kulturpark-Sanierung

Aktuell wird gegenüber vom Stargarder Tor an einem neuen Eingang für den Kulturpark gebaut mit einer bereits fertiggestellten Brücke über den Lindebach. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein deutsch-polnisches Projekt unter dem Titel: „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“. Über EU-Fördertöpfe fließen an die beiden Partnerstädte 2,8 Millionen Euro, die Stadt Neubrandenburg legte eigenen Angaben zufolge noch 400 000 Euro an Eigenmitteln drauf, sodass insgesamt 1,5 Millionen Euro in die laufenden Bauarbeiten am Kulturparkeingang investiert werden. Die Kosten für den Brückenbau betrugen 480 000 Euro.

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Mitte dieser Woche war bekannt geworden, dass der Bund weitere 1,85 Millionen Euro Fördermittel gibt für Erhalt und Umbau des denkmalgeschützten Parks. Die Grünanlage wurde 1968 bis 1972 angelegt und ist eine der wenigen neu geschaffenen, bedeutenden Parkanlagen der ehemaligen DDR. Dafür wurde das sumpfige Gebiet zum Tollensesee aufgeschüttet mit Trümmern aus dem verheerenden Stadtbrand, der 1945 wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs weite Teile der Innenstadt zerstörte. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ aus dem Energie- und Klimafonds.

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Kommentare (2)

Wer schon den Umbau des Bahnhofs oder die Straßensanierungen in Neubrandenburg allgemein beobachtet hat und dabei dann mal die Arbeiter und die Gerätschaft gezählt hat, der weiß warum es immer wieder so lange dauert.

...auch zehn Leute auf eine Baustelle stellen, die so tun, als ob sie arbeiten. @118dv_285864, Sie sind bestimmt selbst Unternehmer in dieser Branche und reden klug.