FUßBALL

Ligaplatz Neubrandenburg bekommt Fangzaun

Endlich: Das neu.sw-Stadion erhält seinen dringend benötigten Ballfangzaun auf der Südseite. Noch im Mai soll mit dem Aufbau begonnen werden.
Dennis Bacher Dennis Bacher
Kein seltener Anblick: Fußballer, hier die Hanseaten Maik Stübs (links) und Tom Wellnitz, auf gemeinsamer Rettungsmission mit Passanten. Die Bauzäune vor dem Gätenbach kommen weg – ein sechs Meter hoher Fangzaun wird gebaut.
Kein seltener Anblick: Fußballer, hier die Hanseaten Maik Stübs (links) und Tom Wellnitz, auf gemeinsamer Rettungsmission mit Passanten. Die Bauzäune vor dem Gätenbach kommen weg – ein sechs Meter hoher Fangzaun wird gebaut. Dennis Bacher
Haben ausgedient: Die niedrigen Bauzäune vor dem Gätenbach kommen weg – ein sechs Meter hoher Fangzaun wird gebaut.
Haben ausgedient: Die niedrigen Bauzäune vor dem Gätenbach kommen weg – ein sechs Meter hoher Fangzaun wird gebaut. Roland Gutsch
Regelmäßig landeten Bälle vom neu.sw-Stadion aus im Gätenbach und schipperten gen Tollensesee.
Regelmäßig landeten Bälle vom neu.sw-Stadion aus im Gätenbach und schipperten gen Tollensesee. Roland Gutsch
Neubrandenburg.

Noch im Mai soll mit dem Aufbau eines sechs Meter hohen Fangzauns am Fußball-Ligaplatz in Neubrandenburg begonnen werden. „Ja, der Auftrag ist vergeben“, bestätigte eine Sprecherin aus dem Rathaus Neubrandenburg dem Nordkurier auf Anfrage. Mit einer Fertigstellung rechne die Stadt im August. Kostenpunkt sind 165 000 Euro, die die Stadt selbst aufbringen wird. Bezaunt wird laut der Pressestelle die komplette Südseite, neben dem Ligaplatz profitiert demnach auch der angrenzende Werferplatz von der Maßnahme.

Geriet ein Kicker in der Vergangenheit im Neubrandenburger neu.sw-Stadion beim Schussversuch zu sehr in Rücklage, flog das Spielgerät nicht selten über Freund und Feind hinweg, bis über den halbhohen Bauzaun – um platschend im angrenzenden Gätenbach zu landen. Aufmerksame Auswechsler oder blitzschnelle Betreuer waren dann gefragt, den Ball auf seiner Reise gen Tollensesee irgendwie aufzuhalten – nicht selten ohne dabei ins Kopfschütteln zu verfallen. So musste Michael Behounek, Betreuer des 1. FC Neubrandenburg, beim vergangenen Heimspiel des Clubs gegen Boizenburg im ersten Durchgang gar zweifach ausschwärmen, um das runde Leder per Astwerk vor seinem Abtrieb zu bewahren. Maik Stübs indes, Co-Trainer des SV Hanse Neubrandenburg, freute sich gemeinsam mit Ersatzmann Tom Wellnitz im Heimspiel gegen Ueckermünde zuletzt über den wackeren Einsatz dreier Spaziergänger von der anderen Seite, die sich den Ball in vereinter Stärke angelten und herüber warfen.

Ein letzes Mal nasse Füße

Bis 2017 verfügte der Ligaplatz über einen Ballfangzaun auf der Südseite, der vom städtischen Eigenbetrieb Immobilienmanagement, das für das neu.sw-Stadion zuständig ist, damals aber aus Sicherheitsgründen abgebaut wurde. Statt dessen wurden Bauzaun-Felder von lediglich zwei Metern Höhe aufgestellt – die dort bis zuletzt zumindest verunglückte Flachschüsse abwehrten.

Eine Peinlichkeit, finden nicht nur die vielen hiesigen Fußballfans. Dass die bedeutendste Fußballanlage Neubrandenburgs und Umgebung in dieser Hinsicht zuletzt kaum besser aufgestellt war als ein herkömmlicher Dorfplatz, ist auch der Stadt klar. Dennoch waren die hohen Kosten, die aufgrund der schwierigen Gründungsbedingungen in diesem torfigem Gebiet anfielen, ein Hindernis für einen großen Zaun – bis jetzt.

Ein letztes Mal nasse Füße müssen sich die Betreuer und Ersatzmänner der Verbandsligatruppen des FCN und vom SV Hanse, die ihre Heimspiele unter anderem im neu.sw-Stadion austragen, wohl noch einmal antun. Der Club absolviert sein letztes Heimspiel der Saison am 18. Mai gegen Bützow, der SV Hanse beschließt die Spielzeit am 1. Juni gegen den SV 90 Görmin. „Zur neuen Saison dürfte dann alles bereit sein“, so die Stadtreferentin. Die Fußballer werden ihr danken.

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