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Fußballer-Heim fällt bescheidener aus

Begrenzte Finanzen lassen die Planungen für den Ligaplatz schmaler ausfallen als erträumt. Auch ein Dach für die Tribünen wird es vorerst nicht geben – die Zuschauer bleiben weiter im Regen stehen.

Der Rasen des Ligaplatzes ist unter Fußballern sehr begehrt. Er wird im kommenden Jahr von Grund auf erneuert. Der alte Sprecherturm hingegen wird verschwinden.
Ingmar Nehls Der Rasen des Ligaplatzes ist unter Fußballern sehr begehrt. Er wird im kommenden Jahr von Grund auf erneuert. Der alte Sprecherturm hingegen wird verschwinden.

Der Liga-Platz der Neubrandenburger Fußballer wird im nächsten Jahr in einem neuem Gewand daherkommen. Als erstes wird das neue Vereinshaus dort errichtet, wo jetzt noch der Sprecherturm steht. Leider müsse man sich von dem Plan verabschieden, dass das Vereinshaus wie ursprünglich mal geplant drei Etagen hoch sein werde, sagen Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), das das Projekt unter seine Fittiche genommen hat, und Hans-Joachim Schröder, Manager des 1. FC Neubrandenburg 04.

Auch ein Dach für die Heimtribüne werde voraussichtlich nicht realisierbar sein. Der finanzielle Rahmen von 1,7 Millionen Euro für den Stadionumbau lasse nur einen begrenzten Spielraum zu. 500 000 Euro kommen vom Landessportbund, 700 000 Euro über eine Sonderbedarfszuweisung des Innenministeriums, 200 000 Euro von der Stadt und rund 300 000 vom Verein beziehungsweise Sponsoren.

Das neue Vereinshaus wird rund 40 mal 15 Meter groß sein, in Modulbauweise direkt hinter der Heimtribüne errichtet und mit ihr verbunden. Im Gebäude solleb vier große Umkleidekabinen mit Sanitärbereichen und auch öffentliche Toiletten entstehen. Hinzu kommen Räume für Physiotherapie und Arzt, für Schiedsrichter, die Geschäftsstelle, Lagermöglichkeiten und „das Herzstück“, so Schröder: Ein großer Vereinsraum, in dem man sich in größerem Rahmen treffen, aber auch im Kreise von Sponsoren und Förderern ein Fußballspiel live verfolgen kann. Die dritte Etage sollte eigentlich eine Sauna und einen Bereich für die 58 Übungsleiter beherbergen – letztere müssen nun im jetzigen Vereinshaus bleiben.

Die Ausschreibung erfolge sofort, Ende Oktober soll der Auftrag erteilt werden. Etwa drei Monate brauche eine Firma, um die Module anzufertigen, im Frühjahr sollen sie dann innerhalb von drei Wochen aufgestellt werden. Erst nach der Auftragsvergabe wisse man also genau, welche Abmessungen das künftige Vereinshaus einnehme, dann erfolge die nächste Ausschreibung für die Erneuerung der Heimtribüne, des Rasens und der Beregnungsanlage. Die Arbeiten sind für nächstes Jahr geplant.

Kommentare (1)

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Endlich geht es los. Ja womit? Stadionbau kann man dies ja nun nicht mehr bezeichnen. Ein Vereinsheim kommt - endlich! Aber auch wieder nur in abgespeckter Version. Hat man sich da etwa ein Beispiel an die Kader der 1. und 2. Mannschaft gehalten? Ein Dach soll es erst einmal nicht geben, später mal, irgendwann, Pläne gibt es ja...irgendwann heisst meist gar nicht. Die paar Fans können ruhig im Regen stehen. Fanfreundlich ist der FCN nun momentan wirklich nicht, Respekt hat man sich da in den letzten Jahren verspielt, bei Fans und Gegnern. Gerade aber eine Tribüne würde etwas hermachen, nicht nur optisch, auch würde man den Kritikern und Unterstützern zeigen: Seht her, wir ziehen es durch, wir packen das an, was wir seit Jahren versprechen. Somit wird es also kein Stadionumbau, sondern lediglich der Bau eines Vereinsheim hintendran, sprich Stadionbau - light. Schade. Bleibt aber die Frage: Kostet so ein Heim-light in Containerbauweise wirklich 1,7 Millionen Euro???