HIER PARKT KEINER

Autofahrer meiden neuen Parkplatz in Neubrandenburg

Immer wieder beklagen sich Neubrandenburger über fehlende Parkplätze in Innenstadtnähe. Da sollte die Freude über den neuen Parkplatz am Ring doch groß sein! Doch warum will hier keiner sein Auto abstellen?
Tobias Holtz Tobias Holtz
Der Parkplatz ist fertig, doch parkende Autos sucht man noch vergebens.
Der Parkplatz ist fertig, doch parkende Autos sucht man noch vergebens. NK
Neubrandenburg.

Wer von der Einmündung der Fritz-Reuter-Straße kommend auf den Neubrandenburger Friedrich-Engels-Ring fährt, sieht jeden Tag dasselbe Bild: Auf dem erst vor kurzem fertigstellten Parkplatz beim Restaurant Berlin, wo zu Jahresbeginn noch kleine Bäume und Sträucher wuchsen, herrscht gähnende Leere. Obwohl freie Parkflächen in Neubrandenburg bekanntlich oft Mangelware sind, werden die insgesamt 23 Stellplätze weder von Einheimischen noch von Berufspendlern genutzt.

Da scheint auch die große, zur Straße gerichtete Anzeigentafel, die für die neue Parkmöglichkeit wirbt, nichts zu bringen. „Es muss sich eben erst herumsprechen, das geht nicht von heute auf morgen“, sagt Bauherr Marco Gillmeister. Doch wie der Nordkurier am Lesertelefon erfuhr, wissen die meisten Neubrandenburger gar nicht, über welche Straße der Parkplatz überhaupt befahren werden kann. „Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Bernhardstraße“, so der Neubrandenburger Unternehmer.

Tagesticket für fünf Euro

Der Parkplatz wird gebührenpflichtig betrieben und ist mit einem Parkscheinautomaten ausgestattet. Pro Stunde kostet das Parken 50 Cent. Wer sein Auto den ganzen Tag dort abstellen möchte, muss fünf Euro bezahlen. Monatstickets indessen – auf die es Berufstätige abgesehen haben könnten, deren Autos sich tagtäglich entlang der umliegenden Straßen drängen – sind nicht vorgesehen, sagt der Bauherr.

„Wir wollten mit dem Platz vor allem für Kurzzeitparker, die nur schnell ein paar Besorgungen zu erledigen haben oder im benachbarten Restaurant Berlin essen gehen möchte, eine Möglichkeit schaffen, ihr Auto abzustellen“, so Gillmeister.

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Kommentare (4)

sie liefern in Ihrem Artikel doch die Argumente warum Einheimische und Pendler dort nicht parken. Als Pendler für 5Euro am Tag parken. Herzlichen Glückwunsch. Der Platz wäre als Grünfläche besser angelegt. "Friday for Grünflächen"

richtig eine grünfläche wäre angemessen oder ein paar bäume.....evl hat dort jemand wieder dollarzeichen in den augen gehabt und will langfristig paar taler machen

Herr Gillmeister wundert sich aber nicht wirklich über die Nichtauslastung, oder? Wer den Parkplatz nicht kennt, sieht ihn erst, wenn es zu spät ist, und muss dann den Ring weiter, Rostocker Straße, Bachstraße, Jahnstraße, Bernhardstraße, gefühlt 5km.
Wer ihn kennt, muss Reuterstraße, Voßstraße, Morgenlandstraße, Bernhardstraße, kürzer, aber belastender für die Stoßdämpfer, und zugeparkt, eng ... Und der Zugang zur Innenstadt von dort aus ist auch eher suboptimal oder nur für Kenner.

... letzten Absätzen steht, wer diesen Parkplatz nutzen kann. Eine Entlastung für die City oder Berufstätige ist nie geplant gewesen. Warum sollte ein Privatmann kommunale Probleme aus eigener Tasche lösen?