Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der AG des Heimatvereins möchte Bernhard Wichmann den Teilnehmern der Wanderung meh
Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der AG des Heimatvereins möchte Bernhard Wichmann den Teilnehmern der Wanderung mehrere historische Schauplätze und geologische Raritäten zeigen. Tobias Holtz 
Der Architekt Arnfried Metelka hat nicht nur mehrere Darstellungen der Klosteranlage aus unterschiedlichen Perspektiven gezeic
Der Architekt Arnfried Metelka hat nicht nur mehrere Darstellungen der Klosteranlage aus unterschiedlichen Perspektiven gezeichnet, sondern auch eine Vision der beiden Bauphasen aufs Papier gebracht. Arnfried Metelka
Neue Stadtführung

Geheimnisse des Treptower Klosterbergs werden enthüllt

Eine neue Stadtführung verspricht in Altentreptow nicht nur ungeahnte Fakten über den Großen Stein, sondern lüftet auch so manches Rätsel über den früheren Marienberg.
Altentreptow

Treptows ehrenamtliche Stadtführer warten mit immer neuen Ideen auf, um Einheimischen und Touristen ihre schöne Heimatstadt näher zu bringen. Vier unterschiedliche Touren haben die Mitglieder des Treptower Heimatvereins seit der Gründung ihrer eigenen Arbeitsgemeinschaft bereits auf die Beine gestellt. Ab nächsten Monat soll nun passend zur 777-jährigen Jubiläumsfeier von Altentreptow eine fünfte dazu kommen, die den Klosterberg in den Mittelpunkt stellt.

Zusätzliche Infos zum Großen Stein im Gepäck

„Wir wollen bei der Wanderung mehrere Stationen ansteuern, die mit der Geschichte und Entstehung des Areals in direktem Zusammenhang stehen“, erklären die AG-Mitglieder Bernhard Wichmann und Simone Schuster. Dabei dürfe natürlich das neue Aushängeschild, der Eiszeitfindling aus Schweden, nicht fehlen. „Wir verraten noch so manches geheime Detail, was nicht auf den drei Schautafeln zu finden ist“, meint das Duo augenzwinkernd. Außerdem sollen die Teilnehmer die verschiedenen Wege kennenlernen und ein Gefühl für die Veränderungen auf dem Gelände bekommen, die im Laufe der Jahrhunderte erfolgt sind. „Es geht sozusagen über Berg und Tal. Bequeme Schuhe können also nicht schaden“, sagt Schuster.

Auch das erste Frauenkloster auf dem pommerschen Festland, von dem die einstigen Umrisse der dazugehörigen Kirche mit Gabionen jüngst wieder sichtbar gemacht wurden, ist Bestandteil des etwa zweistündigen Rundgangs. Wichmann hat zu dieser bedeutenden Anlage aus dem 12. Jahrhundert in den vergangenen Monaten aus überlieferten Quellen umfangreiches Hintergrundwissen zusammengetragen, dafür Kontakt zu einigen noch existierenden Benediktinerklöstern aufgenommen und ihnen zum Teil sogar selbst einen Besuch abgestattet. „Ein sehr bewegendes Erlebnis, was ich garantiert nicht so schnell vergessen werde“, schwärmt der Heimatforscher.

Dem Frauenkloster ist neue Broschüre gewidmet

Das Ergebnis seiner intensiven Recherchen liegt nun in Form einer 30-seitigen Broschüre vor, die durch zahlreiche historische Aufnahmen und handgezeichnete Skizzen des früheren Stadtplaners Arnfried Metelka ergänzt werden. Das Heft ist ab sofort beim Heimatverein zum Preis von drei Euro erhältlich.

Es kann aber auch bei der Premiere der neuen Wanderung am Freitag, 10. Juni, gekauft werden. „Wir starten um 18 Uhr und planen zwischendurch drei Genusspausen ein – eine akustische, eine optische und eine kulinarische, mehr wird noch nicht verraten“ macht es Schuster spannend. Für den darauffolgenden Freitag ist die zweite Führung zur selben Zeit geplant. Der Eintritt kostet sechs Euro. Die Klosterbergwanderung soll danach fester Bestandteil des Touren-Aangebots werden. Eine Anmeldung für den Auftakttermin ist bis zum 6. Juni telefonisch unter 03961 211446 möglich. Wer dabei sein möchte, sollte sich allerdings schnell entscheiden, da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.

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